Schlosssteg 2.0. Ersatzneubau einer Fuss- und Radwegbruecke in Waidhofen an der Ybbs, Oesterreich

Schlosssteg 2.0. A new reconstruction of a bridge for pedestrians and cyclists across the river Ybbs in Waidhofen, Austria

Der Ersatzneubau der Schlossbruecke in Waidhofen (Oesterreich) ueberspannt die Ybbs zwischen dem Schlossgarten und dem Schlosshotel. Ausgeschrieben wurde ein Totalunternehmerauftrag, der ueber ein Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntgabe vergeben wurde. Er beinhaltete auch den Rueckbau des Bestandsbauwerks. Sowohl beim Entwurf als auch beim Bau und beim Rueckbau musste auf die natur- und denkmalgeschuetzte Umgebung Ruecksicht genommen werden. Zudem durften die auf der Bruecke befindlichen Fernwaerme- Stromleitungen nicht unterbrochen werden. Die Einhaltung dieser Randbedingungen fuehrte sowohl zu einem aussergewoehnlichen Montage- und Rueckbaukonzept als auch zu einer nicht alltaeglichen Gestaltung der 60 Meter langen Stahlbruecke, die als Fischbauchtraeger mit zwei Haupttraegern ausgebildet ist. Um die unguenstige optische Wirkung des Bauches aufzuheben, schweisste man im oberen Bereich jedes Haupttraegers an der Aussenseite einen farblich abgesetzten Randkasten an, der sich zur Brueckenmitte hin verjuengt. Dadurch wird die optische Schwerfaelligkeit des Fischbauchtraegers gebrochen und eine hohe visuelle Schlankheit erzeugt. Alle luftberuehrten Teile des Stahltragwerks sind aus wetterfestem Baustahl gefertigt. Um die Naturschutzauflagen erfuellen zu koennen, musste man auf Zufahrtswege und Hilfskonstruktionen im Flussbett verzichten. Dies gelang dadurch, dass der Rueckbau des Bestandsbauwerks in die Montage des Neubaus einbezogen wurde. Bei der Montage schob man dazu die beiden Haupttraegerkaesten mittels Verschubschlitten einzeln so ueber das Bestandsbauwerk, dass von dort aus die bestehende Bruecke in mehreren Montage- und Demontageschritten abgerissen werden konnte. Die einzelnen Schritte des Baus und Rueckbaus werden detailliert erlaeutert. Nach dem Rueckbau der Bestandskonstruktion wurden die Widerlager entsprechend der neuen Endquertraegergeometrie und der Lagerung umgebaut. Eine weitere Besonderheit des Bauwerks ist die aus dynamischen Gruenden erforderliche Teilfuellung der Haupttraegerkaesten mit Quarzsand. ABSTRACT IN ENGLISH: In the summer of 2015, a pedestrian and cyclist bridge was built in Waidhofen across the river Ybbs. The bridge has a span width of 60 m. It replaces an existing structure, which had to be removed during construction – which, added to the local circumstances, resulted in an unordinary construction and dismantling concept. By consistently applying a holistic design strategy a bridge structure could be created that harmoniously blends with its environment and was put into practise within short time. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • Brandstoetter, R
    • Kirchhofer, J
  • Publication Date: 2016-3

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 175-80
  • Serial:
    • Stahlbau
    • Volume: 85
    • Issue Number: 3
    • Publisher: Ernst & Sohn GmbH
    • ISSN: 0038-9145

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607415
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 11 2016 9:15AM