Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite unter Beruecksichtigung des tatsaechlichen Bauteilverhaltens. Teil 1: Verformungsbasiertes Bemessungsmodell und Anwendung fuer Bodenplatten. Teil 2: Anwendung fuer Waende auf Fundamenten und Abgrenzung zum Risskraftnachweis nach EC2

Minimum reinforcement for crack width control considering the real member behaviour. Parts 1 - 2.

In der Praxis wird fuer die Ermittlung der Mindestbewehrung zur Begrenzung der Rissbreite oftmals der zentrische Zwang im fruehen Betonalter zugrunde gelegt, wie im Teil 1 dargelegt ist. Aus mechanischer Sicht kann diese Vorgehensweise nur als eine pragmatische Loesung angesehen werden, da hierbei die massgebenden Faktoren, wie die zeitliche Entwicklung der Materialeigenschaften und die damit einhergehenden bauteiltypischen Verformungseinwirkungen sowie deren Behinderungssituation, nicht beruecksichtigt werden. Darueber hinaus kann gezeigt werden, dass die Mindestbewehrung fuer den zentrischen Zwang im fruehen Betonalter nicht immer auf der sicheren Seite liegt. Schaeden, insbesondere in der Form von wasserfuehrenden Rissen bei WU-Konstruktionen, sind deshalb keine Seltenheit. Die Schwaechen des empirisch modifizierten Nachweises auf Grundlage der Rissschnittgroesse wurden detailliert aufgezeigt (siehe AN 01445108) und es wurde bereits ein Konzept fuer die Festlegung der Mindestbewehrung auf Grundlage der Verformungskompatibilitaet vorgestellt (siehe AN 01447359). Im ersten Teil wird ein allgemeines Modell zur verformungsbasierten Ermittlung der Mindestbewehrung und dessen Anwendung fuer Bodenplatten praesentiert. Im zweiten Teil wird die Anwendung fuer den klassischen Fall „Wand auf Fundament“ gezeigt und die Leistungsfaehigkeit des vorgeschlagenen Modells durch einen direkten Vergleich mit Ergebnissen einer risskraftbasierten Bemessung gemaess heutiger Bemessungsstandards demonstriert. Insgesamt laesst sich die Empirie bei der Bestimmung der Mindestbewehrung mit der verformungsbasierten Methode deutlich abschwaechen, da hierbei stets Vertraeglichkeit entlang des gesamten Bauteils nachgewiesen wird. Im Gegensatz dazu wird bei der risskraftbasierten Bemessung gemaess EC2 nur das Kraeftegleichgewicht im Querschnitt betrachtet. (A) ABSTRACT IN ENGLISH: It is standard practice to determine the minimum reinforcement for crack width control on base of centric restraint due to concrete hardening. Although this concept gives straightforward results, it can only be seen as a pragmatic solution which is generally not on the safe side. In detail, this simplification neglects the deformation compatibility and considers therefore not the real member behaviour. As a result of this, structural damage – especially in form of leakage in watertight constructions – often occurs. Part 1 of the contribution presents the general application of the deformation-based design concept and its particular application in case of “ground slabs”. Part 2 presents the particular application in case of “walls on foundations” as well as a direct comparison with results from a cracking force-based minimum reinforcement design according to current design standards. Altogether, the introduced approach reduces the empiricism of minimum reinforcement design significantly. The main reason is the verification of deformation compatibility along the member length. In contrast, however, the cracking force-based minimum reinforcement design according to EC2 solely verifies the equilibrium in a cross section.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 120-31&210-20
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607411
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 11 2016 8:42AM