Strategische Brueckenertuechtigung in Nordbayern. Grossbruecken im Zuge der Bundesautobahn A3 als Beispiele

Bei der von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre gebauten Autobahn A3 wurden die Brueckenbauwerke nach den damals geltenden Regelwerken fuer die Brueckenklasse 60 berechnet. Inzwischen sind insbesondere wegen des extrem angestiegenen Schwerverkehrs die Tragreserven der Bruecken nahezu erschoepft. Sie beduerfen einer grundlegenden Ertuechtigung, um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Vorgestellt wird dazu das grundlegende strategische Konzept entsprechend den einzelnen Ertuechtigungsabschnitten. Beschrieben werden des Weiteren die getroffenen Massnahmen exemplarisch fuer vier Bruecken. Behandelt werden die Talbruecke Rohrbuch, die Bruecke ueber den Main-Donau-Kanal, die Pfaffentalbruecke und die Talbruecke Geigerhaid. Bei der Talbruecke Rohrbuch wurde aufgrund der Neutrassierung und der Ergebnisse der Nachrechnung ein Ersatzneubau erforderlich. Bei dem Neubau handelt es sich um eine sechsfeldrige Spannbetonbruecke mit einem zweistegigen Plattenbalken als Querschnitt. Beim Bau der Main-Donau-Kanalbruecke verwendete man spannungsrissgefaehrdeten Spannstahl. Eine Nachrechnung zeigte, dass ein schlagartiges Versagen des Querschnitts nicht ausgeschlossen werden konnte. Das Bauwerk wird daher seit 2014 durch einen Neubau ersetzt. Bei der Pfaffentalbruecke ergab die Nachrechnung nach den Stufen 1 und 2 der Nachrechnungsrichtlinie nur geringe Ueberschreitungen bei einigen Nachweisen der Tragfaehigkeit und Gebrauchstauglichkeit. Das Bauwerk konnte entsprechend den Ergebnissen fuer Dekompression, Querkraft und Gebrauchstauglichkeit der Nachweisklasse C zugeordnet werden. Da die vorhandenen Bauwerksschaeden im Wesentlichen altersbedingt und auf Verschleiss zurueckzufuehren waren, beschraenkte sich die Erhaltungsmassnahme auf eine Generalinstandsetzung der Fahrbahntafel. Verstaerkungsmassnahmen wurden nicht erforderlich. Auch bei der Talbruecke Geigerhaid ergab die Nachrechnung, dass wegen des verwendeten spannungsrissgefaehrdeten Spannstahls eine Vorankuendung beim Bruch von Spannstaehlen nicht gegeben war. Dieses Ergebnis und weitere festgestellten Schaeden fuehrten nach einer Variantenuntersuchung zu der Entscheidung, einen Ersatzneubau zu errichten. Die beiden Bruecken des Ersatzneubaus sollen als zweistegige Spannbetonkonstruktionen ueber sechs Felder ausgefuehrt werden.

  • Availability:
  • Supplemental Notes:
    • Beitrag zum 15. Symposium Brueckenbau in Leipzig 2015.
  • Authors:
    • Endres, B
  • Publication Date: 2015-2

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 80-93
  • Serial:
    • Brueckenbau
    • Volume: 7
    • Issue Number: 1/2
    • Publisher: Verlagsgruppe Wiederspahn
    • ISSN: 1867-643X

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01607400
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 10 2016 8:15AM