Wirbelsaeulenverletzungen nach Verkehrsunfaellen mit "Bagatellbelastung". 2 Fallbeschreibungen

Gerichtliche Auseinandersetzungen um tatsaechliche oder vermeintliche Wirbelsaeulenverletzungen nach Pkw-Kollisionen kommen haeufig vor, oft wird richterlicherseits dazu eine interdisziplinaere Begutachtung veranlasst. Es werden zwei Beispiele aus der Gutachterpraxis vorgestellt, die exemplarisch zeigen sollen, dass dogmatische Vorstellungen ueber Verletzungsmoeglichkeiten nicht den Blick fuer die Tatsachen verstellen duerfen. In den ausgewaehlten Beispielen konnte ein Unfallschaden aufgrund der strukturellen Verletzung eindeutig nachgewiesen werden und die theoretische Diskussion ueber eine Verletzungswahrscheinllichkeit, die in beiden Faellen zu Ungunsten der Klaegerseite ausgegangen ware, dadurch "ueberstimmt". Es zeigte sich, dass auch dann funktionelle Unfallschaeden (zum Beispiel HWS-Distorsion, Schleudertrauma der Halswirbelsaeule) moeglich sind, wenn ein unfallbedingter Koerperschaden mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auszuschliessen ist, weil es sich nur um eine "Bagatellbelastung" gehandelt hat.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01597719
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 26 2016 8:38AM