Zielgruppe junge Fahrerinnen und Fahrer

Eine Segmentierung der Zielgruppe „junge Fahrerinnen und Fahrer“ auf Grundlage von Lebensstilmerkmalen ist geeignet, zwischen mehr oder weniger Gefaehrdeten zu differenzieren. Diese Lebensstiltypen unterscheiden sich deutlich im Hinblick auf verkehrssicherheitsrelevante, verkehrsbezogene, soziodemografische und psychologische Merkmale. Fuer den autozentrierten Typ, der mit einem Anteil von 10% in der Zielgruppe der 18- bis 24-Jaehrigen vertreten ist, besteht eine besonders hohe Unfallgefaehrdung. Welche verkehrssicherheitsrelevanten Erwartungen das Verhalten von Personen dieser Lebensstilgruppe steuern, ob es vorwiegend Maenner oder Frauen sind, welcher Altersgruppe sie am haeufigsten angehoeren, welche Schulbildung sie mit grosser Wahrscheinlichkeit besitzen, mit welchem Temperament sie ausgestattet sind, etc., laesst sich anhand der aktuellen Analysen sehr spezifisch benennen. Der kicksuchende Typ aus dem Jahr 2010 gehoert nicht mehr wie 1996 zu den staerker Gefaehrdeten im Strassenverkehr. Ueber die Gruende dieser Veraenderung laesst sich nur spekulieren. Die Unfallbeteiligung des Beauty-Fashion-Typs hat sich gegenueber 1996 deutlich erhoeht. Diese Tatsache spiegelt sich jedoch nicht aus den Auspraegungen verkehrssicherheitsrelevanter Erwartungen und berichteter Verhaltensweisen wider, sodass moeglicherweise Kompetenzdefizite eine wichtigere Rolle spielen als bei den beiden uebrigen staerker gefaehrdeten Lebensstilgruppen. Spezifische Erkenntnisse ueber die Gefaehrdung bestimmter Lebensstilgruppen innerhalb der Zielgruppe der jungen Fahrerinnen und Fahrer sollten bei der zukuenftigen Planung und Durchfuehrung von Massnahmen der Risiko- und Verkehrssicherheitskommunikation beruecksichtigt werden. Diese Kommunikation kann im Rahmen von Kampagnen in Form interpersonaler Kommunikation (als persoenliche und direkte Interaktion zwischen zwei oder mehreren Personen oder auch ueber den Einsatz von Massenmedien (zum Beispiel Plakate, Spots) auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse massgeschneidert umgesetzt werden. Eine Erweiterung der Kenntnisgrundlage fuer eine solche Vorgehensweise im Hinblick auf die Mediennutzung und weitere Personenmerkmale ist aus den Ergebnissen eines Nachfolgeprojets der Bundesanstalt fuer Strassenwesen (BASt) zur Risikokommunikation junger Fahrerinnen und Fahrer zu erwarten (Holte et al. im Druck). (A)

  • Availability:
  • Supplemental Notes:
    • Beitrag zum Teil I: Zielgruppen der Verkehrssicherheitskommunikation.
  • Corporate Authors:

    Springer VS / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

    Abraham-Lincoln-Strasse 46
    Wiesbaden,   Germany  65189
  • Authors:
    • Holte, H
  • Publication Date: 2015

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 35-52
  • Monograph Title: Verkehrssicherheitskommunikation. Beitraege der empirischen Forschung zur strategischen Unfallpraevention

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01597362
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 978-3-658-01129-1
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 21 2016 3:13AM