Typische Unfaelle zwischen Pkw und Radfahrern

Typical cyclist-car accidents

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der im Strassenverkehr getoeteten Radfahrer nicht so stark zurueckgegangen, wie dies bei anderen Verkehrsteilnehmern der Fall war. Zukuenftige technische Systeme am Pkw (zum Beispiel ein Notbremsassistent mit Radfahrer-Erkennung) sollen jedoch dazu beitragen, das Unfallgeschehen von Radfahrern positiv zu beeinflussen. Fuer die Auslegung dieser Systeme ist allerdings eine moeglichst detaillierte Kenntnis ueber die Entstehung und den Ablauf von Fahrrad/ Pkw-Unfaellen unabdingbar. Im vorliegenden Unfallmaterial der Unfallforschung der Versicherer ist in 73 Prozent der Faelle ein Pkw der Unfallgegner des Radfahrers, wobei die Anstoesse des Fahrrades meist an der Pkw-Front, beziehungsweise dem Vorderwagen des Pkw erfolgen. Die haeufigsten Unfallszenarien sind „Fahrrad kommt von rechts“ sowie „Fahrrad kommt von links“. Nur einen geringen Anteil haben Faelle, in denen der Pkw von hinten kommend auf das vor ihm fahrende Fahrrad auffaehrt. Bei dieser Anstosskonstellation sind schwere bis toedliche Verletzungen (MAIS 3+) jedoch haeufiger festzustellen als bei den anderen Anstosskonstellationen. Unfaelle, bei denen das Fahrrad von rechts oder von links kommt, ereignen sich sehr haeufig an Ein- und Ausfahrten von Grundstuecken oder Parkplaetzen. Diese besondere Gegebenheit sollte bei der Auslegung von Fahrerassistenzsystemen zur Vermeidung von Pkw/Radfahrer-Kollisionen – aber auch bei der Entwicklung von Testverfahren – unbedingt beruecksichtigt werden. Widrige Licht- oder Strassenverhaeltnisse haben dagegen nur untergeordnete Bedeutung.

Language

  • German
  • English

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01601239
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Apr 14 2016 8:15AM