"Allgemeiner ÖPNV-Beitrag" und "Bürgerticket" als Instrumente zur Finanzierung des Nahverkehrs

Zu beiden diskutierten Beitragsmodellen eines allgemeinen Öffentlichen Personennahverkehrs(ÖPNV)-Beitrags und des Bürgertickets befindet sich die wissenschaftliche und politische Diskussion erst am Anfang. Aus Sicht mancher ÖPNV-Aufgabenträger ist ein allgemeiner ÖPNV-Beitrag ein womöglich reizvoll erscheinendes Instrument, um die gravierenden Finanzierungslücken in den Griff zu bekommen und Spielraum für neue kommunale ÖPNV-Angebote zu gewinnen. Mit einer behutsamen, stufenweisen Einführung könnte möglichen Akzeptanzproblemen entgegengewirkt werden. Dies hätte jedoch zur Folge, dass Verkehrsverlagerungseffekte, wie sie bei der Einführung eines Bürgertickets zu erwarten sind, entsprechend gering ausfallen dürften. Demgegenüber hat das Modell des Bürgertickets ein höheres Verkehrsverlagerungspotenzial - jedoch werden hier häufig grundsätzliche Vorbehalte entgegen gebracht, da eine Fahrscheinfreiheit eine unkonventionelle Maßnahme darstellt. Befürchtet wird insbesondere der Wegfall der Nachfragemacht durch zahlende Fahrgäste. Hierzu gibt es Vorschläge, um diesen Effekt zu vermeiden - ebenso wie es Antworten auf die gängigen Vorbehalte des vermeintlich drohenden Vandalismus und Qualitätsverlusts gibt. Zusätzlicher Handlungsdruck besteht durch die neuerlichen Klagen gegen zahlreiche Kommunen wegen der anhaltenden Verletzung der Luftqualitätswerte. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 27-30
  • Serial:
    • Verkehr und Technik
    • Volume: 69
    • Issue Number: 1
    • Publisher: ERICH SCHMIDT VERLAG GMBH & CO. KG
    • ISSN: 0340-4536

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01595935
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Mar 30 2016 3:44AM