Geschwindigkeitsueberwachungen zielgerichteter planen

Vorgestellt wird das sogenannte Verkehrssicherheitsscreening, eingefuehrt im Fruehsommer 2014, das im Verkehrssicherheitskonzept des Landes Baden-Wuerttemberg eine zentrale Massnahme darstellt. Das neue Verfahren ermittelt flaechendeckend unfallauffaellige Streckenabschnitte. Erstmals werden alle fuer die Verkehrssicherheitsarbeit relevanten Informationen (Unfalldaten, Verkehrsmengen und Fahrzeuggeschwindigkeiten, Strassengeometrie, Strassenzustand und Streckenfotos) einheitlich dargestellt beziehungsweise ausgewertet und in Form thematischer Karten praesentiert. Zur Abarbeitung der unfallauffaelligen Abschnitte wurde ein Software-Werkzeug entwickelt, damit die Strecken nach Dringlichkeit behandelt werden koennen. Zielgruppe sind die Mitglieder der rund 150 Verkehrsschau- und Unfallkommissionen, aber auch Bedienstete der Strassenbauverwaltung. Der Vorteil des Sicherheitsscreenings besteht darin, dass sich sowohl die Einarbeitungszeit fuer neue Kommissionsmitglieder als auch die Vorbereitungszeit auf einen Ortstermin deutlich verkuerzen wird, da die einladende Stelle im Wesentlichen nur noch mitteilen muss, welche Steckbriefe zu unfalltraechtigen Strecken als Grundlage fuer den Ortstermin dienen. Die jaehrlich insgesamt circa 295.000 Steckbriefe stellen in der Regel einen 100-Meter-Abschnitt der betroffenen Strasse in uebersichtlicher und standardisierter Form dar. Die Daten zu den Verkehrsbelastungen stellt das seit 2010 landesweit eingefuehrte Verkehrsmonitoring bereit, das Verkehrsdaten in der Regel mit Leitpfostenzaehlgeraeten erfasst. Beschrieben werden die Leistungsfaehigkeit der Zaehlgeraete und der Systemaufbau des Verkehrsmonitorings. Neben den Fahrgeschwindigkeiten wurde beim Verkehrssicherheitsscreening fuer jedes Fahrzeug richtungsgetrennt die Einhaltung der zulaessigen Hoechstgeschwindigkeit ermittelt. Dargestellt wird, wie die Messungen zu den Geschwindigkeitsueberschreitungen aufbereitet und dargestellt werden. Mit der Auswertung kann die Geschwindigkeitsueberwachung zur Unfallpraevention noch gezielter an genau den Stellen und zur richtigen Zeit vorgenommen werden, an denen nachweislich zu schnell gefahren wurde.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures;
  • Pagination: pp 30-3
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01572591
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jul 29 2015 6:03AM