Leistungsbeschreibung fuer faunistische Untersuchungen im Zusammenhang mit landschaftsplanerischen Fachbeitraegen und Artenschutzbeitrag

Viele Strassenplanungen sind Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Tiefe und Umfang der faunistischen Untersuchungen werden dabei haeufig kontrovers diskutiert. Daher wurden im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhabens fachliche Mindeststandards fuer faunistische Erhebungen etabliert. Bekannte Erhebungsmethoden wurden auf ihre Eignung im Rahmen von Strassenplanungen geprueft. Dabei wurden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sowie die Rechtsprechung zum Arten- und Gebietsschutz beruecksichtigt. Ziel war es, dass die erhobenen Daten eine rechtssichere Planungsgrundlage fuer die Eingriffsfolgenbewaeltigung liefern. Fuer die regelmaessig erforderlichen Erhebungen wurden kurze Methodenblaetter mit allen wesentlichen Angaben zu Vorgehen, Zeitbedarf und Erkenntnisgewinn entwickelt. Eine zentrale Erkenntnis des Forschungsvorhabens war es, dass das faunistische Untersuchungsprogramm in Abhaengigkeit von den zu erwartenden Arten und moeglichen Konflikten einzelfallbezogen definiert werden muss. Daher ist vor der Festlegung der notwendigen Erhebungen eine ausfuehrliche faunistische Planungsraumanalyse erforderlich. Als Arbeitshilfe fuer diesen Schritt wurde eine Checkliste zur projektspezifischen und moeglichst rechtssicheren Festlegung des Untersuchungsrahmens und der zu beruecksichtigenden Tierarten entwickelt. Die Einteilung der Tierarten in besonders und allgemein planungsrelevante Arten ermoeglicht dabei eine Prioritaetensetzung und Differenzierung der Untersuchungstiefe. Die abschliessend formulierten Leistungsbeschreibungen sollen Eingang in das kuenftige "Handbuch fuer die Vergabe und Ausfuehrung von freiberuflichen Leistungen im Strassen- und Brueckenbau" (HVA F-StB) finden.