Jenseits jeder (erfolgreichen) Rehabilitation und Therapie - zu Entscheidungsgrundlagen im Bereich der Fahreignungsbegutachtung bei "austherapierten?" Trunkenheitsfahrern

The basis of decisions for drivers who have unsuccessfully participated in various therapeutic measures

Der Artikel setzt sich schwerpunktmaessig aus verschiedenen fachlichen Perspektiven mit Fragen der Fahreignungsbegutachtung bei einer speziellen Gruppe von Trunkenheitstaetern auseinander. Es handelt sich um die „sehr schweren Faelle", bei denen bisher alle (ueberhaupt nur moeglichen) Rehabilitationsmassnahmen (wiederholt) versagt haben und keine begruendete Aussicht auf eine dauerhafte positive Verhaltensveraenderung im Hinblick auf den Alkoholkonsum und/oder die Delinquenzneigung im Strassenverkehr zu erwarten ist. Im Fokus stehen Personen, die sehr wahrscheinlich „austherapiert" sind, wo mitunter ausserdem noch erhebliche (nicht rueckbildungsfaehige) medizinische alkoholbedingte Folgeschaeden bestehen und die auch deswegen den Anforderungen zum sicheren Fuehren von Kraftfahrzeugen auf Dauer nicht mehr gerecht werden. Es soll aufgezeigt werden, dass die Begutachtung bei dieser Gruppe von Trunkenheitstaetern nicht immer wieder zu einer positiven Prognose fuehren kann. Aus interdisziplinaerer Sicht wird dargestellt, unter welchen Bedingungen dies der Fall sein koennte. Ein solcher (austherapierter) Zustand kann insbesondere in einer Fahreignungsueberpruefung festgestellt werden. Der Artikel soll dazu ermutigen, sofern die Bedingungen nach verantwortungsbewusster Abwaegung der noetigen fahreignungsrelevanten Faktoren dafuer vorliegen, auch eine solche (sicherlich nicht leichte) Entscheidung zu treffen. (A) ABSTRACT IN ENGLISH: The assessment of high risk (HRO) DWI offenders who had submitted to various therapeutic measures is critically elaborated. Repeated rehabilitation measures for those HRO offenders did not result in the expected success as they did not show any change of behavioral and drinking pattern. Most likely those drivers will continue to be at high risk because they display multiple behavioral problems and physical impairments, often due to their long term alcohol consumption. This article aims at demonstrating the criteria to be fulfilled for members of this group in order to regain their driving fitness to be assessed in a medical-psychological assessment. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • KRANICH, U
    • MUELLER, D
    • Friedrich, T
  • Publication Date: 2014-9

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 158-65
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01540291
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 9 2014 8:12AM