Das taegliche Verkehrschaos vor den Schulen

Die Erfahrungen vieler Schulen mit den Hol- und Bringaktivitaeten von Eltern (sogenanntes "Elterntaxi") spiegeln sich auch im Internet wieder: Schnelles Fahren, das Blockieren von Uebergaengen und Ausfahrten, das Beparken von Gehwegen und Bushaltestellen, das Aussteigen zur Strassenseite, etc. sind nur einige Verhaltensweisen, die den Verkehr vor Schulen unsicher machen. Kontrollen durch Ordnungshueter greifen teils nur kurzfristig oder machen auf hartnaeckige Fahrer keinen Eindruck. Die Polizei in Berlin raet deshalb davon ab, Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen und mahnt die Vorbildfunktion der Eltern an. Schulen werden selbst aktiv, indem sie Projekte auf den Weg bringen, die das Halten durch Eltern von der Schule wegverlagern sollen. Inzwischen gibt es auch durch den ADAC einen Leitfaden mit Empfehlungen fuer die Planung und Gestaltung von Hol- und Bringzonen sowie den Weg von dort zur Schule (siehe auch 01527228). Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg hat das Verkehrszaehmer-Programm herausgegeben, damit die Kinder das Zufussgehen auf ihren Alltagswegen trainieren. Eine Staerke des Programms liegt darin, dass Kinder, Lehrer, Eltern und das Gemeinwesen gestaerkt werden und ihnen Mittel an die Hand gegeben werden, wie sie selbst Strassen sicherer und lebenswerter machen koennen. Entwickelt wurde es vom Australier David Engwicht, dem Erfinder des "Walking Bus".

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Pagination: pp 9-11
  • Serial:
    • Verkehrszeichen
    • Volume: 30
    • Issue Number: 2
    • Publisher: VZ Dr. Kalwitzki
    • ISSN: 0179-535X

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01537301
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 5 2014 9:12AM