Mitverschulden des Beifahrers bei Alkoholisierung des Fahrzeugfuehrers

Behandelt wird die Frage der Mitschuld eines Beifahrers an einem Unfall mit Personenschaden. Ist dieser zu einem alkoholisierten Fahrzeugfuehrer ins Auto gestiegen und wusste der Beifahrer von der alkoholbedingten Beeintraechtigung der Fahrtuechtigkeit oder haette er diese bei gehoeriger Sorgfalt erkennen koennen, ist der Vorwurf des Mitverschuldens gerechtfertigt und er muss sich dann Abzuege von seinen Ersatzanspruechen gefallen lassen. Der Schaediger muss nachweisen, dass den Beifahrer ein Mitverschulden trifft. Eroertert werden die Voraussetzungen des Mitverschuldens sowie der Anscheinsbeweis, der nur hinsichtlich der Erkennbarkeit der Alkoholisierung bestehen kann. Behandelt werden des Weiteren die Gewichtung des Mitverschuldens fuer den Schadensersatzanpruch des Beifahrers sowie die Frage der Alkoholisierung des Beifahrers, die eine Mithaftung nicht ausschliesst. Zusammenfassend wid festgestellt, dass es nicht darauf ankommt, wie viel Alkohol konsumiert wurde, sondern dass der Beifahrer weiss, dass der Fahrer Alkohol konsumiert hat. Dann ist die Annahme eines Mitverschuldens von mindestens einem Drittel gerechtfertigt, wobei haeufig sogar eine hoehere Mithaftungsquote in Betracht komme.

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: References;
  • Pagination: pp 245-8
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01537316
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 5 2014 4:10AM