Bruecken in Holz: Moeglichkeiten und Grenzen

Die vorliegende Arbeit bietet einen Ueberblick zum aktuellen Stand des Holzbrueckenbaus fuer Strassen. ln den letzten Jahrzehnten ist eine stattliche Zahl neuer Holzbruecken entstanden, die imstande sind, heutige Strassenlasten zu tragen und die in Bezug auf Dauerhaftigkeit und Unterhalt hohen Anspruechen gerecht werden. Dabei zeigt sich eine grosse Vielfalt an Brueckensystemen und Detailloesungen. Die Palette reicht dabei von traditionell anmutenden gedeckten Bruecken ueber Trogbruecken mit verschalten Seitenwaenden bis hin zu Deckbruecken, bei denen die Fahrbahn als schuetzendes Dach wirkt. Besondere Aufmerksamkeit widmete man in den letzten Jahren der Entwicklung langlebiger Fahrbahnaufbauten. Robuste hoelzerne Mehrschichtplatten mit Abdichtung und Asphaltbelag sind heute erprobt. Bedingung fuer eine dauerhafte Fahrbahn ist die fachgemaesse Ausfuehrung der Anschluss- und Entwaesserungsdetails. Bis zu Spannweiten von etwa fuenfzig Metern sind Holzbruecken heute eine je nach Umstaenden gleichwertige Alternative zu Beton- oder Stahlbruecken. Besondere Vorteile der Holzbauweise sind ihr geringes Gewicht, der hohe Vorfertigungsgrad und die guten Werte im oekologischen Vergleich. Darueber hinaus verfuegt die Schweiz ueber eine leistungsfaehige Holzindustrie, die fuer den Bau von Holzbruecken gute Voraussetzungen bietet. Zunaechst wurden mehr als vierhundert Holzbruecken in ihren hauptsachlichsten Merkmalen erfasst. Es handelt sich zum groessten Teil um schweizerische, bayrische und oesterreichische Beispiele, die in viel en Faellen auch an Ort und Stelle besichtigt werden konnten. Daraus wurden etwa hundert Bruecken fuer eine detailliertere Beschreibung ausgewaehlt. Die Kriterien dazu finden sich nach der Einleitung im zweiten Kapitel. ln den darauf folgenden Kapiteln werden anhand dieser Beispiele die nachfolgenden Themen systematisch behandelt: Haupttragwerk, Quertraeger, Fahrbahntragwerk, Auflager, Stabilisierung der Tragwerke, Widerlager, Zwischenabstuetzungen und Fundamente, Fahrbahnaufbau, Dachkonstruktion, Gehweg fuer Fussgaenger und Radfahrstreifen, Gelaender, Leitschranken und Verkleidungen, Werkleitungen. Diese Kapitel enthalten neben der Beschreibung der spezifischen Funktion und massgebenden Einfluesse auf die jeweiligen Elemente auch Angaben zur jeweiligen geschichtlichen Entwicklung, zu Montage und Produktion, Dauerhaftigkeit und Schaeden. Zusammenfassend werden darauf pro Kapitel die spezifischen Grenzen und Chancen beschrieben; darauf folgen ein Literaturverzeichnis und zahlreiche Illustrationen. Abgerundet wird die Arbeit mit Angaben zu Kosten und Statistiken ueber die raeumliche und zeitliche Entwicklung des Holzbrueckenbaus. Das letzte Kapitel umfasst eine Standortbstimmung und einen Ausblick. Fuer einen staerkeren Holzeinsatz bei Strassenbruecken sind den Bauherren Planungs- und Entwurfshilfen bereitzustellen, damit sie Ihre Entscheide auf einer gesicherten Basis faellen koennen. Heutzutage ist das konstruktive Wissen um die Holzbruecken in einem relativ kleinen Kreis von Personen isoliert, die in der Regel Projektverfasser und nicht Entscheidungstraeger sind. Titel in Englisch: Timber bridges: potentialities and limits

  • Corporate Authors:

    BUNDESAMT FUER STRASSENBAU (ASTRA) / OFFICE FEDERAL DES ROUTES (OFROU)

    MUEHLESTRASSE 2, ITTIGEN
    BERN,   Switzerland  CH-3003
  • Authors:
    • BACHOFNER, R
  • Publication Date: 2013-11

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 285S
  • Serial:
    • Issue Number: 657

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01535244
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 27 2014 10:22AM