Radverkehr automatisch gezaehlt: Schweizer Wirklichkeit und deutscher Anspruch

Im motorisierten Individualverkehr (MIV) sind sie gang und gaebe - zum Beispiel an Kreuzungen, Parkhauszufahrten, innerstaedtischen Hauptstrassen aber auch auf Landes- und Bundesstrassen sowie auf Autobahnen: automatische Zaehlstellen, die den Verkehr rund um die Uhr erfassen und dokumentieren. Die so gewonnenen Informationen sind aus Verkehrsplanungssicht nicht mehr wegzudenken im alltaeglichen Bestreben, den Verkehr so gut es geht zu managen und zu lenken. Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Radverkehrs stellt sich die Frage: zaehlt er nichts? Er zaehlt!, beziehungsweise wird gezaehlt - so zum Beispiel in der Schweiz. Seit dem Jahr 2004 sind dort automatische Zaehlstellen entlang der insgesamt neun nationalen Radreiserouten - dem sogenannten "Veloland" - in Betrieb. Initiator, Betreiber und fachlicher Begleiter war und ist die Stiftung SchweizMobil. Sie koordiniert im Rahmen einer oeffentlich-privaten Partnerschaft das nationale Radroutennetz in der Schweiz. Die auf Radartechnik basierenden Systeme liefern an derzeit 18 Querschnitten kontinuierliche Zaehldaten, die alljaehrlich ausgewertet und von der Stiftung veroeffentlicht werden. Die so ganzjaehrig fuer jede Stunde jeden Tages vorliegenden Daten ermoeglichen zum einen Rueckschluesse auf Nutzungsintensitaeten und Aufkommensveraenderungen im Radverkehr und stellen zum anderen die Grundlage fuer weitere, netzbezogene Modellierungen und Berechnungen dar. (A)

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  • German

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  • Accession Number: 01535193
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 26 2014 1:51PM