Beitrag zum Tragverhalten von Mikropfaehlen und axial zyklischer Belastung in bindigen Boeden

Mikropfaehle sind hoch effiziente Elemente der Lastabtragung von Bauwerken, die mit vergleichsweise kleinen Geraeten hergestellt werden koennen, deren innere Tragfaehigkeit, zum Beispiel durch den Einsatz hochfester Staehle mit Durchmessern bis typisch 63 mm und deren Verbund zum Baugrund durch eingepressten Zement gepraegt wird. Die hohe Tragfaehigkeit derartiger Pfaehle kann in statischen Probebelastungen einfach bestimmt werden und wird nach Beruecksichtigung von Sicherheitsfaktoren gerne genutzt, um konventionelle Gruendungen zu verstaerken oder tiefer zu fuehren, um Pfahlgruendungen an Orten herzustellen, die von Grossbohrgeraeten nicht erreicht werden koennen, oder um mit geringem Materialeinsatz Zugverankerungen, zum Beispiel fuer Auftriebssicherungen, herzustellen. Die Grenzen dieser modernen Gruendungsart waren und sind mehrfach Gegenstand der Forschung im Zentrum Geotechnik, zum Beispiel auch das Knicken. Zunehmend werden derartige Gruendungen fuer Bedingungen ausgefuehrt, die durch stark wechselnde Einwirkungen (Wind, Wellen) gepraegt sind und es stellte sich die Frage, ob die Tragfaehigkeit im Kontakt zwischen Boden und Zementstein bei deutlich wechselnden Beanspruchungen gegenueber statischen Randbedingungen beeintraechtigt wird. Die Autorin hat sich zur Aufgabe gemacht zu klaeren, ob entsprechende Tragfaehigkeitsreduzierungen auch bei Stabverpresspfaehlen in feinkoernigen Boeden auftreten und beim Entwurf entsprechender Gruendungen zu beruecksichtigen sind. Es war Ziel der Arbeit, hier den gebotenen Erkenntnisgewinn zu schaffen, indem zyklische Zugschwell- und Wechsellastversuche im Vergleich zu statischen Probebelastungen durchgefuehrt und bewertet werden. Das ueberraschendste und ein wesentliches Ergebnis ist, dass die aufgebrachten zyklischen Zug-Schwell-Beanspruchungen die statische Grenzlast der Pfaehle im Ton in der Regel nicht vermindert, sondern post-zyklisch signifikant erhoeht haben. Bei den Wechsellastversuchen konnten dagegen einige 1.000 Lastzyklen von circa 40 Prozent der statischen Grenzlast zu akkumulierten Verformungen bis zum Grenzkriterium fuehren. (A)

  • Authors:
    • Baumbach, J
  • Publication Date: 2013

Language

  • German

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  • Accession Number: 01535151
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 26 2014 1:48PM