Systemvergleich zur PMP-Partikelzahlbestimmung

Die Relevanz einer zuverlaessigen und exakten Bestimmung der Partikelanzahl im Motorenabgas nimmt mit der Ausweitung der Partikelanzahlgrenzwerte von Light-Duty-Diesel- ueber Heavy-Duty-Diesel- hin zu Light-Duty-Otto-Diesel-Motoren, aber auch als Referenz fuer eine zukuenftige mobile Bestimmung der Partikelanzahl, staendig zu. Am Lehrstuhl fuer Verbrennungskraftmaschinen der Technischen Universitaet Muenchen wurde im Rahmen eines FVV-Projekts ein Vergleich von vier parallel betriebenen Teilstromverduennungs- und Partikelzaehlsystemen zur Partikelanzahlbestimmung am Heavy-Duty-Motor durchgefuehrt. Obwohl alle untersuchten Systeme dem Rahmen der europaeischen Richtlinien ECE-R83 und ECE-R49 entsprechen, erlauben Freiheiten in den jetzigen Regulierungen Unterschiede sowohl beim Absolutwert als auch im groessenabhaengigen Verlauf der Partikelnachweiseffizienz. Dies kann bei Motoren, welche staerker variable oder kleinere Groessenverteilungen emittieren, zu noch groesseren Unterschieden zwischen den Systemen fuehren. Als Ausblick fuer weitergehende Untersuchungen wird daher eine tiefgehende Analyse der Gesamtsystem- und Komponentenantworten und deren Abweichungen mit Modellaerosol vorgeschlagen. Somit koennen Methoden zur Angleichung der Zaehleffizienzen durch detailliertere Kalibrierungen oder Definitionen erarbeitet werden. Parallel hierzu bieten sich Arbeiten zur Anwendung von polydispersen Verifikationsverfahren an, um Zaehlsysteme zwischen den vorgeschriebenen Kalibrierzeitpunkten fuer den Anwender einfach und direkt am Pruefstand kontrollieren zu koennen. Die jeweiligen UNECE-Gremien befassen sich nach wie vor mit der Weiterentwicklung der PMP (Particle Measurement Programme)-Methodik. So beinhaltet die zukuenftige Worldwide Harmonized Light-Duty Testing Procedure (WLTP) ebenfalls das beschriebene PMP-Verfahren. Eine Uebernahme in weitere Anwendungen, wie zum Beispiel Non-Road-Mobile-Machinery (NRMM) oder Luftfahrt, wie auch durch andere Regionen ausserhalb Europas ist zu erwarten. Hierdurch wird die Relevanz der Partikelanzahlbestimmung nach PMP in Zukunft noch weiter steigen. In Europa laufen weiterhin bereits ueber die derzeitigen Reglementierungen hinausgehende Untersuchungen und Entwicklungen zur mobilen Erfassung der Partikelanzahl (PEMS-PN) im Rahmen von einzufuehrenden Grenzwerten der Real Driving Emissions (RDE). Der Benchmark fuer diese mobilen Systeme kann dabei primaer nur ein zuverlaessig anwendbares und exaktes stationaeres PMP-Messverfahren sein, wofuer dieses Projekt seinen Beitrag liefert. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Print
  • Features: Figures; References;
  • Pagination: pp 68-75
  • Serial:
    • Motortechnische Zeitschrift
    • Volume: 75
    • Issue Number: 6
    • Publisher: Springer Verlag / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
    • ISSN: 0024-8525

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01537281
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 26 2014 7:34AM