Informationstechnologien in der zukuenftigen Guetertransportwirtschaft

Ausgehend vom dynamischen Wachstum der Transportstroeme steht die Schweiz als eines der wichtigsten Transitlaender Europas vor grossen Herausforderungen. Ergaenzend zum zeit- und kostenintensiven Ausbau der Infrastruktur muessen daher auch die weiteren Moeglichkeiten zur Kapazitaetsverbesserung und zur verbesserten Nutzung vorhandener Kapazitaeten ausgeschoepft werden. ln diesem Sinne wurden aktuell vorhandene Prinzipien der IT-Anwendungen im Gueterverkehr auf den drei Nutzungsebenen Infrastrukturbewirlschaftung, Prozesskettenbetreiber und unternehmensintern hinsichtlich ihrer Wirkungen untersucht und bewertet. Darueber hinaus wurden erwartete Trends und Entwicklungen im IT-Sektor mit einbezogen. Die Wertung der IT-Funktionalitaeten / Funktionen orientiert sich einerseits an den Nutzungsebenen sowie andererseits an den Strategien zur Verkehrsverlagerung, Verkehrsvermeidung und Verkehrslenkung/-steuerung. Da zu den Wirkungen von IT -Systemen im Gueterverkehr keine umfassenden Untersuchungen vorliegen, musste die Studie auf einer vergleichsweise eingeschraenkten Datenbasis durchgefuehrt werden. Dies erlaubt in vielen Bereichen nur qualitative beziehungsweise in der Aussagekraft eingeschraenkte quantitative Wertungen zum Einsatz der IT-Systeme im zukuenftigen Gueterverkehr der Schweiz. Trotz dieser Einschraenkung ist aus den Ergebnissen abzuleiten, dass eine direkte Unterstuetzung von IT-Systemen im Gueterverkehr der Schweiz aus Sicht des Schweizer Staates nicht zu empfehlen ist. Die mit dem IT-Einsatz erzielbaren gesellschaftsbezogenen Vorteile liegen in einer Groessenordnung, die aus Nutzen-Kosten-UEberlegungen eine staatliche (Teil-)Finanzierung nicht gerechtfertigt erscheinen lassen. Die erzielbaren, unternehmensbezogenen Gewinne (= Kostenreduktionen, Effektivitaetssteigerungen) legen es den Unternehmen nahe, aus eigenem Antrieb taetig zu werden. Dennoch kommt diese Arbeit zu dem Schluss, dass der Staat eine wichtige Rolle als Katalysator einer Vereinheitlichung einnehmen kann. Die heute - und ohne zusaetzliches Handeln wohl auch zukuenftig - zum Einsatz kommenden Systeme stellen ueberwiegend spezifisch auf ein Unternehmen zugeschnittene Einzelanwendungen, sogenannte Inselloesungen, dar. Durch die dabei zur Anwendung kommenden unterschiedlichen Datenbeschaffungs- und Informationsgewinnungsprozesse werden in grossem Umfang Mehrfacharbeiten mit hohem Aufwand durchgefuehrt. Als staatliche Aufgabe ist hier daher die Initiative fuer eine Vereinheitlichung von Datenbeschaffungsmethoden durch eine gezielte Bereitstellung abrufbarer Daten in einheitlichen Formaten sowie standardisierten Schnittstellen anzusehen. Da die Fahrzeuge bereits zunehmend mittels Mobiltelekommunikation mit den jeweiligen Zentralen verbunden sind, setzen in grossem Masstab zum Einsatz kommende ITSysteme leistungsfahige Mobilnetze voraus. Auch hier ist staatliche Unterstuetzung zur Bereitstellung der entsprechenden Kommunikationsinfrastruktur erforderlich. Dabei ist die Zugaenglichkeit und Verfuegbarkeit fuer die Belange der am Gueterverkehr Beteiligten sicherzustellen und zu gewaehrleisten. Titel in Englisch: Information technology in future freight transportation management

  • Corporate Authors:

    BUNDESAMT FUER STRASSENBAU (ASTRA) / OFFICE FEDERAL DES ROUTES (OFROU)

    MUEHLESTRASSE 2, ITTIGEN
    BERN,   Switzerland  CH-3003
  • Authors:
    • MARTIN, U
    • DOBESCHINSKY, H
    • SCHNEIDER, W
    • BIRN, K
    • LEIBLE, M
    • WEIDMANN, U
    • BRUCKMANN, D
    • MOLL, S
    • ORTH, H
  • Publication Date: 2013-12

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 218S
  • Serial:
    • Issue Number: 1447

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01534405
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 12 2014 9:22AM