Zur Variabilitaet des Gebirgsverhaltens beim Tunnelbau im druckhaften Gebirge

Die Intensitaet der Gebirgsverformung in einer druckhaften Strecke ist in der Regel stark veraenderlich. Trotz gleichbleibender Ausbruchsicherung, gleicher Ueberlagerungshoehe und derselben lithologischen Einheit lassen sich haeufig auf kurzer Distanz grosse Aenderungen der Konvergenzen um ein Vielfaches feststellen. So lange die Gruende fuer diese Variabilitaet nicht bekannt sind, sind zuverlaessige Voraussagen des Gebirgsverhaltens nach dem Tunnelausbruch schwierig. Zuverlaessige Voraussagen sind aber wichtig, um die Sicherungsmittel und den Ausbruchsquerschnitt zu bestimmen und damit kostspielige und aufwaendige Nachprofilierungsarbeiten zu vermeiden. Die Variabilitaet der Druckhaftigkeit ist eine der Hauptursachen fuer Rueckschlaege, die trotz ausreichender Erfahrung und Sachkenntnis der verantwortlichen Ingenieure in gewissen Faellen vorkommen koennen. Zwar sind einige moegliche Ursachen fuer die Variabilitaet der Druckhaftigkeit bereits in den Grundzuegen bekannt: die variierende Orientierung der Trennflaechen (Schieferung, Schichtung) und die Heterogenitaet des Gebirges in verschiedenen Massstaeben bezueglich der mechanischen sowie - in wasserfuehrendem Gebirge - auch der hydraulischen Eigenschaften. Trotz der intensiv betriebenen Forschung der letzten Jahre ueber den Tunnelbau in druckhaftem Gebirge sind die Gruende fuer die Variabilitaet der Druckhaftigkeit nach wie vor zu wenig verstanden und es fehlen weiterhin systematische, quantitative Untersuchungen ueber den Einfluss der einzelnen Faktoren, die es dem projektierenden Ingenieur ermoeglichen, die Druckhaftigkeit bei bestimmten Tunnelbauprojekten zu beurteilen. Titel in Englisch: On the variability of squeezing behaviour in tunnelling