Feuchtigkeitsbestimmung in Bauteilen und deren Einfluss auf das Lebenszyklusmanagement von Bauwerken

Die Dauerhaftigkeit von Betonkonstruktionen, zum Beispiel Bruecken, wird wesentlich durch die eindringende Feuchte bestimmt, insbesondere im Hinblick auf die Korrosion der Bewehrung. Bei der Zustandsbewertung von Bruecken und der Planung von Instandsetzungsmassnahmen sollte man daher immer den Feuchtezustand im Bauwerk oder Bauteil beruecksichtigen. Der Aufsatz befasst sich vor diesem Hintergrund mit der Feuchtebestimmung in Bauteilen und dem Einfluss der Feuchte auf die Dauerhaftigkeit des Bauwerks. Das Vorhaben ist Teil eines Gesamtprojekts der Arbeitsgruppe "Dauerhaft gebautes Karlsruhe", das durch verschiedene Institute der TU Karlsruhe bearbeitet wird. Fuer das Teilprojekt "Feuchtigkeitsbestimmung" mit einem entsprechenden Monitoring ist das Kompetenzzentrum fuer Materialfeuchte (CMM) verantwortlich. Im Rahmen des Projektes werden die Feuchtezustaende und deren Veraenderung an einer neu erbauten Fussgaengerbruecke ueber die Bundesstrasse B 36 in Karlsruhe seit 2007 bestimmt. Mit diesen Untersuchungen soll auch der Zeitpunkt beginnender Bewehrungskorrosion festgestellt werden. Das Monitoring umfasst insbesondere die zerstoerungsfreie Ermittlung der Feuchte im Beton mittels der "Time Domain Reflectometry (TDR)". Die dazu noetigen Sensoren wurden waehrend des Baus der Bruecke beim Betonieren eingelegt. Es handelt sich um sogenannte TAUPE-Sensoren, die am CMM entwickelt wurden. Sie bestehen aus einem Flachbandkabel mit drei eingelegten Kupferleitern in Laengen bis zu 5 Metern. Mittels dieser Sensoren wird die relative Feuchteaenderung in den Pfeilerfundamenten und im Ueberbau der Bruecke bestimmt. Die bisherigen Ergebnisse der Feuchtemessungen seit dem Abbinden des Betons werden dargestellt. Der steile Abfall des Wassergehalts zu Messbeginn ist auf die Einlagerung von Wasser waehrend des Abbindens zurueckzufuehren. Wird im Laufe des Monitorings ein Anstieg des Wassergehalts beziehungsweise der Dielektrizitaetskonstanten festgestellt, sind das Anzeichen fuer eingedrungene Feuchte. Wird das ausgesendete Signal staerker gedaempft, so laesst das auf eine erhoehte Leitfaehigkeit schliessen, die sich im Wesentlichen durch Anreicherung von Chloriden im Wasser ergibt. Von besonderem Interesse ist die Zeit, nach der das Wasser durch Transportprozesse von der Betonoberflaeche aus die Tiefe der Sensoren erreicht, da dann eine wesentliche Bedingung fuer Bewehrungskorrosion gegeben ist.

  • Authors:
    • Fischer, Eberhard
    • Königer, Franz
    • Schuhmann, Rainer
  • Publication Date: 2014-3

Language

  • German

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Filing Info

  • Accession Number: 01532618
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jul 31 2014 10:06AM