Elektrische Strassen (ElRoad)

Im Projekt wurde ein moeglicher Beitrag der Strasseninfrastruktur zur Energiewende untersucht. Ein Verzoegerungsgrund des Netzausbaus ist die fehlende Akzeptanz neuer Stromtrassen. Zur Akzeptanzverbesserung werden eine hoehere Transparenz und eine staerkere Partizipation der vom Netzausbau Betroffenen angestrebt. Eine Akzeptanz erhoehende Buendelung von Stromtrassen mit der Autobahn in Form von parallelen Freileitungstrassen ist bereits Praxis. Ein moeglicher Einsatz von Erdkabeln im direkten Strassenumfeld ist nur eingeschraenkt zu empfehlen. Eine offene Verlegung unter der Autobahn oder dem Seitenstreifen bietet ueberwiegend Nachteile. Demgegenueber bietet die Verlegung von Erdkabeln in Tunneln mehrere Vorteile. Durch das Verlegeverfahren des gesteuerten Rohrvortriebs lassen sich eingriffsarm Kabeltunnel unter der Autobahn installieren, die im Fehlerfall ohne Beeintraechtigungen des Verkehrs begangen werden koennen. Durch die unterirdische Nutzung bereits versiegelter Flaechen sind geringe Umweltbeeinflussungen zu erwarten, die zu hoeherer Akzeptanz und kuerzeren Genehmigungsverfahren fuehren sollten. Als neue Herangehensweise sind technische Bedenken vonseiten des Strassenbaus sowie Konflikte in deren Regelwerken zu vermuten. Daher sollte diese Kombination mit Strasseninfrastruktur (Kabeltunnel) auf deren Durchfuehrbarkeit hin naeher untersucht werden.