Verkehrssicherheit von schwaecheren Verkehrsteilnehmern im Zusammenhang mit dem geringen Geraeuschniveau von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben

Kraftfahrzeuge mit alternativen Antriebskonzepten haben, verglichen zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor geringere und veraenderte Aussengeraeusche. Neben der visuellen Information stellen die Geraeusche von Fahrzeugen eine bedeutsame sensorische Wahrnehmungsgrundlage zur fussgaengerseitigen Abstimmung des Verhaltens dar. Da abzusehen ist, dass die Anzahl von Fahrzeugen mit alternativer Antriebstechnologie deutlich zunehmen wird, soll untersucht werden, ob und in welchem Umfang es moeglicherweise zu Veraenderungen der Interaktionssicherheit infolge der veraenderten Geraeuschemissionen kommen koennte. Das Forschungsprojekt traegt dazu Beschreibungen der fussgaengerseitigen Informationssituation bei. Darueber hinaus werden aus fussgaengerseitiger Sicht exemplarische Massnahmen zur Verkehrssicherheit im Kontext veraenderter Fahrzeuggeraeusche betrachtet. Die Sicherheit von Fussgaengern im Strassenverkehr entsteht massgeblich durch sichere Interaktionen mit Fahrzeugen. Sichere Interaktionen zwischen Fahrzeugen und Fussgaengern resultieren aus auf einander abgestimmtem Verhalten aller Beteiligten. Eine zentrale Voraussetzung fuer eine angemessene Ausrichtung des Verhaltens ist eine erfolgreiche gegenseitige Wahrnehmung. Die adaequate Wahrnehmung bedarf einer interpretierbaren sensorischen Grundlage. Die Rezeption von physikalischen Zustaenden und ihrer Veraenderung stellt die Basis hierfuer dar. Sie kann daher als Informationsanspruch fuer eine sichere Interaktion angesehen werden. Fussgaenger orientieren sich auch akustisch ueber herannahende Fahrzeuge. Fuer Fussgaenger mit Einschraenkungen des visuellen Wahrnehmungsvermoegens haben akustische Informationen zudem einen besonders grossen Stellenwert. Untersucht wird sowohl der fussgaengerseitige Informationsbedarf als auch das fahrzeugseitige Informationsangebot. Es zeigt sich, dass allein durch ein angepasstes Blickverhalten eine fussgaengerseitige Informationslage aequivalent zu derjenigen auf Basis des Sehens und des Hoerens von heute ueblichen Fahrzeugen nicht vollstaendig erreichbar ist. Fuer diese Situation bleiben somit Defizite zu erwarten, die sich auf die Verkehrssicherheit auswirken koennen.

  • Supplemental Notes:
    • Bericht zum Forschungsprojekt 82.379/2010 der Bundesanstalt fuer Strassenwesen, gefoerdert mit Mitteln der Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT) und der Bundesanstalt fuer Strassenwesen (BASt).
  • Authors:
    • Hagen, K
    • Schulze, C
    • Schlag, B
  • Publication Date: 2012

Language

  • German

Media Info

  • Media Type: Digital/other
  • Features: Appendices; Figures; Illustrations; References; Tables;
  • Pagination: VI+138p
  • Serial:
    • FAT-Schriftenreihe
    • Issue Number: 245
    • Publisher: Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT)

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01497019
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 19 2013 2:53AM