Bruecken und Tunnel der Bundesfernstrassen 2012

Der Band 2012 stellt ausgewaehlte Bruecken und Tunnel im Bundesfernstrassennetz vor. Dargestellt werden nicht nur Neubauten, sondern auch Ersatzneubauten und Instandsetzungsmassnahmen an Bruecken sowie ein Tunnelneubau und eine sicherheitstechnische Tunnelnachruestung. Schon diese Auswahl von 10 Bauvorhaben zeigt das anspruchsvolle Spektrum der aktuellen Aufgaben im Bruecken- und Tunnelbau der Bundesfernstrassen auf. An Brueckenneubauten werden vorgestellt die Lahnbruecke Argenstein im Zuge der Bundesstrasse B3, die Spreebruecke Bautzen im Zuge der Bundesstrasse B9n und die Gruenbruecke bei Heidenheim ueber die Autobahn A7. Die Auswahl spiegelt die derzeit am haeufigsten angewendeten Bauarten wieder: Stahlverbundbruecke, Spannbetonbruecke und Stahlbetonbruecke. Da der Erhaltungszustand einiger Bruecken nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht, sind solche Bauwerke durch Neubauten zu ersetzen. Eingegangen wird auf die Ersatzneubauten Donaubruecke Guenzburg im Zuge der Bundesstrasse B16, den Murrtalviadukt bei Backnang im Zuge der Bundesstrasse B14, die Mainbruecke Randersacker im Zuge der Autobahn A3 und die Schnettkerbruecke in Dortmund im Zuge der Autobahn A40. In Guenzburg wurde die alte Stahlfachwerkbruecke durch eine Stabbogenbruecke in Verbundbauweise ersetzt. Das auf die Brueckenklasse 45 eingeschraenkte Nachkriegsprovisorium des Murrtalviadukts aus genieteten Stahlboegen wies erhebliche Schaeden auf und wurde durch eine semi-integrale Bogenbruecke aus hochfestem Beton ersetzt. Bei der aus den Baujahren 1961 bis 1963 stammenden Mainbruecke Randersacker wurde beim Bau ein spannungsrissgefaehrdeter Spannstahl verwendet, sodass am Ueberbau ein Bruch ohne Vorankuendigung nicht ausgeschlossen werden konnte. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus beschloss man daher einen Ersatzneubau mit einem Ueberbau als Spannbetondurchlauftraeger. Das Bestandsbauwerk der Schnettkerbruecke in Dortmund liess den vorgesehenen sechsstreifigen Ausbau nicht zu. Es wurde durch eine Stahlverbundbruecke mit zwei getrennten Ueberbauten ueber vier Felder ersetzt, wobei ein Innenfeld als Stabbogenbruecke ausgefuehrt ist. Im Rahmen des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn A4 erfolgte auch der Neubau der Umfahrung des Hoerselbergs. Dadurch konnte die ehemalige Autobahnstrecke in diesem Bereich zur Bundestrasse B19/B88 zurueckgestuft werden. In diesem Bereich befindet sich die Karolinentalbruecke bei Eisenach mit Baubeginn im Jahr 1939. Die unter Denkmalschutz stehende, achtfeldrige Gewoelbebruecke wies erhebliche Schaeden auf und musste daher einer Komplettinstandsetzung unterzogen werden. Ziel der grundhaften Instandsetzung war die Wiederherstellung der Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit. Ausserdem sollte die Standsicherheit den aktuellen Regelwerken angepasst werden. Dabei musste jedoch das urspruengliche Erscheinungsbild des Bauwerks erhalten bleiben. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz erhielt die Bruecke eine neue Fahrbahn und Konsolen aus Stahlbeton. Die sicherheitstechnische Ausruestung des einroehrigen, 2.715 Meter langen Saukopftunnels zwischen Hessen und Baden-Wuerttemberg durch den Westkamm des Odenwalds entsprach nicht mehr den gestiegenen Sicherheitsanforderungen. Als wesentlicher Sicherheitsmangel galten die fehlenden Notausgaenge. Da wegen der Ueberdeckungshoehen von bis zu 180 Metern Fensterstollen oder Rettungsschaechte nicht in Betracht kamen, wurde parallel zum Tunnel ein Rettungsstollen angelegt, der durch 10 Querschlaege mit dem Haupttunnel verbunden ist. Aus Laermschutzgruenden musste die Ortsumgehung Schwetzingen-Plankstadt im Zuge der Bundesstrasse B535 teilweise im Tunnel gefuehrt werden. Der Tunnel besteht aus einem Rechteckquerschnitt mit zwei nach Fahrtrichtung getrennten Roehren. Aufgrund der geringen Ueberdeckung wurde der Tunnel auf gesamter Laenge in offener Bauweise erstellt.

  • Corporate Authors:

    Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Berlin (DEU) (Ed)

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  • Publication Date: 2012-11

Language

  • German

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  • Pagination: 127S

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  • Accession Number: 01492687
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 11 2013 10:46AM