Bestimmung der Dickenzuschlaege fuer wetterfesten Stahl im Brueckenbau / Design of corrosion allowances on weathering steel bridges

Wetterfester Stahl erhaelt in aller Regel keinen Korrosionsschutz, da die Korrosionsgeschwindigkeit im Vergleich mit herkoemmlichem Kohlenstoffstahl wesentlich niedriger ist. Die zwar geringe aber dennoch vorhandene Korrosionsrate muss jedoch bei der Bemessung der Bauteile durch einen Dickenzuschlag fuer die geplante Nutzungsdauer beruecksichtigt werden. Es wird eine neue Methode zur Bestimmung des Dickenzuschlags vorgestellt. In den Regelwerken einiger Laender, darunter Deutschland, sind fuer die verschiedenen Korrosivitaetsklassen konstante Dickenzuschlaege vorgesehen. Die Zuschlaege sind also nur von einem Parameter abhaengig. In der Tschechischen Republik zeigten die Ergebnisse eines Forschungsvorhaben, dass zur genaueren Bestimmung der Dickenzuschlaege mehrere Parameter zu beruecksichtigen sind. Diese Parameter sind: Exponierung des Bauteils bezueglich Wasser und Feuchte, Verunreinigungsgrad der Atmosphaere, Lage der Bauteilflaeche im Bauwerk, Art und Umfang der Wartung. Zudem haengt der Mindestwert des Dickenzuschlags von der Bauteildicke und der statischen Auslastung ab. Bei der Exposition sind im Hinblick auf die Bildung und den Entwicklungsprozess der Patina direkt benetzte Flaechen, indirekt benetzte Flaechen und Flaechen im Innern von Bauwerken zu unterscheiden. Hinsichtlich des Korrosionsverlustes wird zwischen der Bestimmung des Anhaltswertes und des Entwurfswertes unterschieden. Der Anhaltswert kann mit drei alternativen Verfahren ermittelt werden. Fuer die Berechnung des Entwurfswerts fuer den Korrosionsverlust ueber die geplante Nutzungsdauer dient eine Formel, in der der Anhaltswert mit verschiedenen Einflussfaktoren multipliziert wird. Den Mindestwert des Dickenzuschlags ermittelt man ebenfalls mit einer Formel, welche die Mindestdicke des Bauteils, die Entwurfswerte fuer Oberflaechenkorrosionsschutz, die Nenndicke des Bauteils und eine in einer Tabelle angegebene Dickentoleranzklasse enthaelt. Zur Erlaeuterung der Berechnung des Korrosionsverlusts und des Dickenzuschlags dient ein Beispiel. Es handelt sich um die Berechnung fuer den Steg sowie den unteren und den oberen Flansch des Haupttraegers einer Strassenbruecke in Bruenn. Die vorgestellte Vorgehensweise zur Bestimmung der Dickenzuschlaege fand Eingang in eine neu erlassene Richtlinie der Tschechischen Republik fuer Stahlkonstruktionenen mit erhoehter Bestaendigkeit gegenueber Korrosion. ABSTRACT IN ENGLISH: The corrosion rate of the weathering steel is considerably lower than that of the standard carbon steel. Nevertheless possible effects of corrosion losses on reliable service of the structure throughout the designed service life should be considered when designing the structures. In practice, the effects of the expected corrosion losses are typically eliminated by corrosion allowances which are added to the thickness of the element calculated in static analyses. The paper introduces a new method used for calculation of corrosion allowances on weathering steel bridges. This will be explained using an example of a bridge structure. (A)

  • Authors:
    • KRIVY, V
    • MAREK, P
    • KREISLOVA, K
    • KNOTKOVA, D
  • Publication Date: 2013-8

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 583-8
  • Serial:
    • Stahlbau
    • Volume: 82
    • Issue Number: 8
    • Publisher: Ernst (Wilhelm) and Sohn

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01492669
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Sep 11 2013 10:46AM