Auswirkungen der Wiederverwendung von Ausbauasphalt auf das Langzeitverhalten von Asphaltbinder- und Asphaltdeckschichten

Im Rahmen des frueheren AiF-Forschungsvorhabens Nummer 7900 mit dem Titel "Auswirkungen der Wiederverwendung von Ausbauasphalt auf das Langzeitverhalten von Asphaltbinder- und Asphaltdeckschichten" wurde fuer jeweils drei Varianten von zwei Asphaltarten eine Versuchsstrecke angelegt. Als wesentliches Ergebnis aller Untersuchungen im Labor an Bohrkernen konnte unter anderem festgehalten werden, dass sich unter den vorliegenden Randbedingungen bei Verwendung einer Paralleltrommel zur Vorerwaermung eines Ausbauasphalts oder durch Kaltzugabe Asphalte mit vergleichbaren mechanischen Eigenschaften und vergleichbarer Homogenitaet zu den Asphalten aus ausschliesslich neuen Baustoffen herstellen lassen. An der Versuchsstrecke konnten im Sommer 2008 vor einer Deckenerneuerung die hier beschriebenen Nachfolgeuntersuchungen erfolgen. Es sind auch nach einer Liegedauer von 17 Jahren keine Unterschiede im mechanischen Verhalten fuer die Schichten und Varianten feststellbar. Erwartungsgemaess wird das Verformungsverhalten mit der Zeit besser, die Kaelteflexibilitaet schlechter. Bei der Binderschicht ist dieses Verhalten - aufgrund der staerker geaenderten Bindemitteleigenschaften - deutlicher ausgepraegt. Lediglich die Deckschichtvariante "ohne" zeigt heute im Vergleich ein schlechteres Verformungsverhalten. Auf Grundlage der hier durchgefuehrten Untersuchungen hat sich die Zugabe von 20 beziehungsweise 25 Masseprozent Ausbauasphalt in den jeweiligen Schichten bewaehrt.