Klage gegen Entwaesserungsregelungen fuer Bundesautobahnen (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20.12.2011 - 9 A 31/10)

Der Planfeststellungsbehoerde steht im Rahmen einer Vorpruefung der Umweltvertraeglichkeitspruefung (UVP) des Einzelfalls (Paragraf 3 c Umweltvertraeglichkeitspruefungsgesetz (UVPG)) fuer ihre prognostische Beurteilung moeglicher Umweltauswirkungen eines Vorhabens ein Einschaetzungsspielraum zu. Die gerichtliche Ueberpruefung des Ergebnisses der Vorpruefung beschraenkt sich deshalb nach Paragraf 3 a Satz 4 UVPG auf eine Plausibilitaetskontrolle. Mit Ruecksicht auf den das Planfeststellungsrecht praegenden Grundsatz der Planerhaltung gilt die Fehlerfolgenregelung des Paragraf 17 e VI 2 Bundesfernstrassengesetz (FStrG) fuer fernstrassenrechtliche Planfeststellungsbeschluesse der allgemeinen Fehlerfolgenregelung des Paragrafen 113 I 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) in Verbindung mit Paragraf 4 I 1 (Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz (UmwRG) vor. Der Klaeger, eine im Land Nordrhein-Westfalen anerkannte Naturschutzvereinigung, wandte sich gegen Entwaesserungsregelungen fuer Teilabschnitte der Bundesautobahnen A 3 und A 44, die auf Planfeststellungsbeschluesse vom 24.04.1991 und 21.02.2007 zurueckgehen und durch Aenderungsplanfeststellungsbeschluesse vom 24.09.2008 und 26.02.2010 ihre heutige Fassung erlangt haben; er greift ausserdem die dem letztgenannten Beschluss beigefuegte wasserrechtliche Erlaubnis an. Die Klage hatte ueberwiegend Erfolg. Zur Klage gegen Entwaesserungsregelungen fuer Bundesautobahnen siehe auch die Parallelentscheidung vom selben Tag (vergleiche ITRD D371481). (A)

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01490262
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Aug 20 2013 4:51PM