Ressourcenschonung - Bedingungen fuer die Verwendung organogener und weicher Boeden sowie von Sekundaerbaustoffen als Massenbaustoff im Erdbau

Fuer drei Stoffgruppen von Materialien, die bisher als mineralischer Abfall abgelagert wurden, sollten durch das Forschungsprojekt die Grundlagen fuer eine nachhaltige Materialverwendung im Erdbau erweitert und Vorbehalte abgebaut werden. Bei den Stoffgruppen handelt es sich um a) organogene Boeden beziehungsweise Boeden mit organischen Bestandteilen, b) Boeden mit geringer Konsistenz sowie c) Sekundaerbaustoffe (RC-Baustoffe, Boeden mit Fremdbestandteilen, industrielle Nebenprodukte). Die Moeglichkeiten und Grenzen der Verwendung von organogenen Boeden beziehungsweise Boeden mit organischen Bestandteilen wurden im ersten Teil des Projekts eroertert. Neben der umfassenden Auswertung von Literaturquellen stehen mit den eigenen Untersuchungen nun umfassende Ergebnisse und ein Schema fuer eine erste Beurteilung bautechnischen Verhaltens solcher Boeden zur Verfuegung. Moeglichkeiten zur Verbesserung und des Einsatzes von Boeden mit geringer Konsistenz wurden im zweiten Teil des Projekts naeher untersucht. Die Untersuchungen erfolgten anhand ausgewaehlter fein- und gemischtkoerniger Boeden. Anhand der Ergebnisse wurden die moeglichen Einsatzbereiche unterschiedlicher Stategien zur Verwendbarmachung (zum Beispiel Bodenverbesserung, Entwaesserung) bewertet und Hinweise auf Einschraenkungen gegeben. Im letzten Teil des Forschungsprojekts wurden die erdbautechnischen Eigenschaften von Recyclingmaterialien und HMV-Aschen untersucht. Grundsaetzlich bestaetigen die Untersuchungen die durchaus hochwertigen bautechnischen Eigenschaften dieser Materialien. Gleichzeitig zeigen sie auch typische Schwaechen solcher Materialien auf.