Jahresbericht 2011/2012

Annual Report 2011/2012

Die Aufgaben und Forschungsschwerpunkte der Bundesanstalt fuer Strassenwesen (BASt) in den Jahren 2011 und 2012 werden anhand einer Auswahl von 33 Fachbeitraegen dargestellt. In den Projekten SKRIBT und SKRIBTPlus wurde das Verhalten von Autofahrerinnen und Autofahrern in Gefahrensituationen im Tunnel untersucht. Es stellte sich heraus, dass in solchen Situationen oft falsch und zu spaet reagiert wird. Durch die gesammelten Daten konnten neue Konzepte entwickelt werden, die das Verhalten bei Gefahren in Tunneln verbessern. In Kraftfahrzeugen kamen zwar in den letzten Jahren neue Sicherheitssysteme zum Einsatz, die in Gefahrensituationen das Bremsverhalten verbessern. Bisher ist es jedoch fuer den Endverbraucher schwer, unterschiedliche Systeme zu vergleichen, da keine geeigneten Bewertungen herangezogen werden koennen. Im EU-Projekt ASSESS (Assessment of Integrated Vehicle Safety Systems for improved vehicle safety), an dem die BASt massgeblich beteiligt ist, wurde deshalb an einem einheitlichen Verfahren zur Bewertung und an juristischen Fragenstellungen gearbeitet. Viele europaeische Laender sind sich einig: Alkohol, Drogen und Medikamente im Strassenverkehr gefaehrden die Sicherheit auf Europas Strassen. Um sich ein genaueres Bild machen zu koennen und geeignete Gegenmassnahmen zu entwickeln, bewilligte die Europaeische Kommission das bisher groesste Forschungsprojekt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit: DRUID (Driving Under the Influence of Drugs, Alcohol and Medicines). An dem fuenf Jahre dauernden und von der BASt koordinierten Projekt, beteiligten sich Institute aus 18 europaeischen Laendern. Das Ergebnis ist eine umfassende Bestandsaufnahme sowie konkrete Massnahmenvorschlaege. Die Arbeit der BASt umfasst im grossen Masse auch den Ausbau und Erhalt der gesamten Strasseninfrastruktur. Der Beitrag „Wie bauen wir in der Zukunft: Strassenbau ohne Oel?“ geht beispielsweise der Frage nach, wie wir bei immer knapper werdenden und teuer zu bezahlenden Ressourcen unsere Strassen zukuenftig erhalten und ausbauen werden. Auch die Aktion „auf“ der Strasse spielt eine grosse Rolle in der BASt. Seit Jahren zeichnet sich ein Mangel an Parkplaetzen fuer Lkw an Bundesautobahnen ab. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die BASt einen neuen Steuerungsansatz entwickelt: Beim so genannten Kompaktparken werden Kapazitaeten erhoeht und effektiver genutzt, indem Lkw in Reihe, nach ihrer geplanten Abfahrzeit geparkt werden.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01485884
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 24 2013 3:39AM