Strassentunnel in der Tschechischen Republik / Motorway tunnels in the Czech Republic

Es wird ein allgemeiner Ueberblick zu den Autobahntunneln der Tschechischen Republik gegeben und Einzelheiten des Entwurfs und des Baus des Lochkov Tunnels im Zuge der Prager Stadtautobahn vorgestellt. In den Jahren 2003 bis 2009 gingen in der Tschechischen Republik 8 neue Autobahntunnel in Betrieb. Saemtliche Autobahntunnel werden entsprechend den Prinzipien der Neuen Oesterreichischen Tunnelbauweise (NOET) und ueberwiegend in hartem Felsgestein aufgefahren. Bisher gab es beim Vortrieb keine Verbrueche oder laengere Unterbrechungen. Bei den meisten Tunneln erfolgte die Gebirgserkundung mittels Erkundungsstollen, meist auf ganzer Tunnellaenge. Die Innenschale wird in der Regel in bewehrtem Ortbeton ausgefuehrt, mit einer Kunststoffabdichtung im oberen Tunnelbereich und mit seitlichen Drainagen versehen. Saemtliche Autobahntunnel werden in der zeitlichen Reihenfolge ihrer Herstellung und mit kurzen Anmerkungen zu ihren Besonderheiten aufgefuehrt. Der ebenfalls mit der NOET aufgefahrene zweiroehrige Lochkov Tunnel verfuegt ueber zwei Fahrstreifen talwaerts und drei Fahrstreifen bergauf. Der ueber die ganze Laenge ausgefuehrte Erkundungsstollen diente nicht nur der verbesserten Kenntnis der Geologie und des Ausbruchverhaltens, sondern bringt auch Vorteile beim Bau und liefert wichtige Informationen zur Festlegung der Vertragsbedingungen. Angeordnet wurde der 25 Quadratmeter grosse, fassfoermige Erkundungsstollen in der Mitte der Kalotte. Der Vortrieb der Tunnel erfolgte von beiden Portalen aus. Die geologische Bewertung ergab die Ausbruchklassen 3 und 4 mit mittelschwierigen Bedingungen. Der Erkundungsstollen bewirkte als Nebeneffekt eine Drainage waehrend des Vortriebs, sodass beide Tunnel unter trockenen oder feuchten Bedingungen aufgefahren werden konnten. Das einzige groessere Problem beim Tunnelbau war ein Verbruch bei dem zweistreifigen Tunnel in einem Bereich mit verringerten Gebirgseigenschaften am Uebergang zu einem mit Mikropfahlschirm gesicherten Portalbereich. Abschliessend werden die Besonderheiten der Rechts- und Vorschriftenlage in Tschechien bei Planung und Bau von Tunneln erlaeutert. ABSTRACT IN ENGLISH: Motorway tunnelling only started in the Czech Republic after the political changes in Europe in 1989 with the objective of rapidly integrating the small national motorway network into the European network. In reality, this meant the construction of Motorway D5 to the West (Prague-Pilsen-Nuremberg), Motorway D8 to the North (Prague-Dresden), Motorway D3 to the South (Prague-Budweis-Linz), Motorway D1 to the North-East (Brno/Bruen-Ostrava-Katowice), Motorway R52 to the South (Brno/Bruen-Vienna) and Motorway R48 (Brno/Bruen-Olomouc/Olmuetz-Krakow). In order to improve conditions for the rapidly growing traffic around the Czech capital Prague, and to eliminate transit traffic through Prague, an outer motorway was proposed, the Prague City Ring Road R1. In the mean time some of these ambitious plans have been realized and several motorway tunnels have been constructed in the last decade. The article starts with a general overview of the motorway tunnels, their parameters and features. Furthermore, details of the design and construction of the Lochkov Tunnel on the Prague City Ring Road are given. (A)

  • Availability:
  • Authors:
    • SRB, M
    • SVOBODA, P
    • STEFAN, L
  • Publication Date: 2013-4

Language

  • German
  • English

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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01484519
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Jun 20 2013 12:07PM