Zielkonflikte im Strassenraum: Der Masterplan Verkehr und die gelebte Praxis aus der Sicht der Wiener Linien

Eines der Hauptziele des "Masterplans Verkehr Wien 2003" ist neben der Verkehrsvermeidung die Verkehrsverlagerung hin zum Umweltverbund (oeffentlicher Verkehr, Fussgaenger, Radverkehr). Der Anteil des oeffentlichen Verkehrs an den Wegen der Stadt soll bis 2020 von 34 auf 40 Prozent gesteigert werden. Zur Umsetzung dieses Ziels wurde unter anderem die systematische Bevorrangung von Strassenbahnen und Bussen eingefuehrt. So sind mittlerweile mehr als 800 der insgesamt in Wien vorhandenen 1.250 Ampelanlagen von Bussen und Strassenbahnen beeinflusst. Im Masterplan wurde eine Prioritaetenreihung festgesetzt, die den oeffentlichen Verkehr vor den Radverkehr und den Pkw-Verkehr stellt. Der ruhende Verkehr ist demnach an letzte Stelle gereiht, was in der Praxis durch die Bezirkspolitik haeufig nicht befolgt wird. Konflikte ergeben sich unter anderem zwischen Rad- und Pkw-Verkehr durch die Errichtung von Radverkehrsanlagen sowie fuer die Radwegfuehrung im Haltestellenbereich. Sonderloesungen fuer den Strassenbahnverkehr wie asymmetrische Gleiskoerper oder Gleisachsspreizung erhoehen die Chancen fuer Netzerweiterungen der Strassenbahn. Zur Gesamtaufnahme siehe ITRD D366467. (KfV/K)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 43-4
  • Monograph Title: Der oeffentliche Raum. Ansprueche, Konflikte, Perspektiven. Vortraege des FSV-Seminars 2011
  • Serial:
    • FSV-SCHRIFTENREIHE
    • Issue Number: 008
    • Publisher: OESTERREICHISCHE FORSCHUNGSGESELLSCHAFT STRASSE - SCHIENE - VERKEHR
    • ISSN: 2072-7615

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01357913
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Dec 1 2011 8:11AM