Frankreich - neueste Entwicklungen der Bemessung und Durchsetzung von Anspruechen aus erlittenen Koerperschaeden nach Verkehrsunfaellen

Im Beitrag werden die Auswirkungen der Reformen des franzoesischen Schadenersatzrechts durch das "Gesetz zur Finanzierung der Sozialversicherung fuer 2007" vom 21.12.2006 auf die Regulierungspraxis und die gerichtliche Durchsetzung eroertert. Dieses Gesetz schaffte endlich den Vorrang der Sozialversicherung ab und fuehrte das Quotenvorrecht des Opfers ein. Bereits mit Einfuehrung des "Gesetzes zur Verbesserung der Situation von Unfallopfern und Beschleunigung des Entschaedigungsverfahrens" (loi Badinter) vom 25.07.1985 wurde die - im Vergleich zum deutschen Recht - guenstigere Situation des Unfallopfers in Frankreich weiter verbessert. 2002 wurde durch die "nomenclature Dintilhac" Bewertungsgrundlagen fuer die Entschaedigung der Unfallopfer durch eine Zusammenstellung von insgesamt 19 Schadenspositionen geschaffen. Eingangs wird nur kurz auf die zum deutschen Recht unterschiedlichen Haftungsgrundlagen eingegangen. Anschliessend wird dargestellt, nach welcher Systematik Koerperschaeden von Unfallopfern differenziert werden und die Bedeutung der Schadenspositionen (materielle und immaterielle Schaeden) wird im Einzelnen ausgefuehrt. Im Weiteren wird dargestellt, welche Grundlagen es fuer die Schadensbewertung zur Bezifferung der immatriellen Schaeden sowie fuer die Kapitalisierung (bei dauerhaftem Verdienstausfall beziehungsweise bei Rentenzahlungen) gibt. Abschliessend wird auf den Regress Dritter, insbesondere von Sozialversicherungstraegern und Privatversicherern sowie auf die Schadensabwicklung im Licht der 4. und 5. Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungs-Richtlinie (KH-Richtlinie) der EU eingegangen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01339774
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: May 17 2011 12:00PM