EINFLUSS DER FAHRGESCHWINDIGKEIT AUF DEN VERSCHLEISS VON ASPHALTDECKSCHICHTEN DURCH REIFEN MIT SPIKES

AUF DER BUNDESSTRASSE B 27 SUEDLICH VON STUTTGART WURDEN IN DEN WINTERMONATEN VON 1970-1973 AUF EINER NEUEN ASPHALTBETONDECKSCHICHT 0/8 MM MIT 6,4 GEW.-% BITUMEN (MITTLERER HOHLRAUMGEHALT DER DECKSCHICHT 2,3 BIS 6,2 VOL.-%) GESCHWINDIGKEITSABHAENGIGE VERSCHLEISSMESSUNGEN DURCHGEFUEHRT. DIE DIREKTE MESSUNG DER DECKENABNAHME DES BELAGES ERFOLGTE MIT DEM MESSGERAET PERMASCOPE. DIE BEI DER VERKEHRSZAEHLUNG BESTIMMTEN ANTEILE AN FAHRZEUGEN MIT SPIKESREIFEN BETRUGEN AUF DER FAHRSPUR 23-45 %, AUF DER UEBERHOLSPUR 28-33 %. INSGESAMT WURDEN IN DEN EINZELNEN MESSFELDERN BIS ZU 15000 PKW GEZAEHLT. DIE GESCHWINDIGKEIT DER PKW (60 KM/H, 80 KM/H UND UNBESCHRAENKT) IST MIT EINEM RADARGERAET ERMITTELT WORDEN. ZUR VERVOLLSTAENDIGUNG DER UNTERSUCHUNG WURDEN AM ENDE DER MESSPERIODE NOCH QUERPROFILE DER DECKSCHICHTOBERFLAECHE AUFGENOMMEN UND RAUHTIEFEN-MESSUNGEN MITTELS SANDFLAECHENVERFAHREN ZUR BESTIMMUNG DES SUBSTANZVERLUSTES ZWISCHEN DEN SPLITTKOERNERN DURCHGEFUEHRT. DIE AUSWERTUNG DER MESSERGEBNISSE ERGAB, DASS DER VERSCHLEISS IM WINTER 1970/71 BEI EINER MITTLEREN GESCHWINDIGKEIT VON 107 KM/H UM 50 % GROESSER WAR ALS BEI 66 KM/H. AUCH IM ZWEITEN UND DRITTEN WINTER ZEIGTE DIE DECKSCHICHT IN DER MESSSTRECKE "FREIE STRECKE" EINEN DEUTLICH STAERKEREN VERSCHLEISS ALS IN DEN VERGLEICHSFELDERN. AUFGRUND DIESES VERSCHLEISSES MUSSTE DIE DECKSCHICHT BEREITS IM SOMMER 1973 ERNEUERT WERDEN. WAEHREND DER 4 BIS 5 WINTERMONATE BETRUG DER VERSCHLEISS INFOLGE DER EINWIRKUNG VON SPIKESREIFEN UEBER 4 MM, IN DEN 7 BIS 8 ANDEREN MONATEN DAGEGEN NUR 0 BIS 0,5 MM. (ALTE IDS-NR. 56094).