PSYCHOLOGISCHE BETRACHTUNG DES ALKOHOLPROBLEMS IN DER STATISTIK "RECHTSPFLEGE"

ANHAND EINER VERKEHRSPSYCHOLOGISCHEN AUSWERTUNG DER RECHTSPFLEGESTATISTIK DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND WIRD VERSUCHT, ZUSAMMENHAENGE ZWISCHEN KRIMINALITAET, ALKOHOLMISSBRAUCH UND VERKEHRSDELINQUENZ AUFZUZEIGEN. BESONDERS FIEL AUF, DASS 43,7 % DER TAETER, DIE IN TRUNKENHEIT EINE FAHRLAESSIGE TOETUNG, KOERPERVERLETZUNG ODER UNFALLFLUCHT BEGANGEN HABEN, VORBESTRAFT WAREN, DAGEGEN NUR 25,4 % DER TAETER, DIE DAS GLEICHE DELIKT, JEDOCH NICHT IN TRUNKENHEIT BEGANGEN HATTEN. DIE ZAHL DER IN TRUNKENHEIT VERSCHULDETEN TOETUNGEN ODER KOERPERVERLETZUNGEN HAT 1973 GEGENUEBER 1969 UM 22,7 % ZUGENOMMEN; DIE ZAHL DER FAHRLAESSIGEN TOETUNGEN UND KOERPERVERLETZUNGEN OHNE ALKOHOLEINFLUSS DAGEGEN HAT IM GLEICHEN ZEITRAUM UM 0,8 % ABGENOMMEN. DIE VON HERANWACHSENDEN IN TRUNKENHEIT VERSCHULDETEN FAHRLAESSIGEN TOETUNGEN ODER KOERPERVERLETZUNGEN HABEN VON 1969 AUF 1973 UM 145,6 % ZUGENOMMEN (BEI DEN ERWACHSENEN UM 18,1 %). BESONDERS WIRD AUF DIE HOHE ZAHL DER VORBESTRAFTEN (48,3 %) INNERHALB DER TAETERGRUPPE HINGEWIESEN, DIE MIT ALKOHOL AM STEUER AUFFAELLIG WURDE, OHNE EINEN UNFALL VERURSACHT ZU HABEN (MIT UNFALL 43,2 %). ALS MASSNAHMEN ZUR HEBUNG DER VERKEHRSSICHERHEIT WERDEN INTENSIVIERTE ALKOHOLKONTROLLEN IM STRASSENVERKEHR, MEDIZINISCH-PSYCHOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN UND/ODER GEZIELTE NACHSCHULUNGSMASSNAHMEN VON ALKOHOLSUENDERN SOWIE EINE REALITAETSGERECHTERE AUFKLAERUNG DER BEVOELKERUNG UEBER DIE BAGATELLISIERUNG DES TRUNKENHEITSDELIKTES EMPFOHLEN. (A)

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 339-55
  • Serial:
    • Blutalkohol
    • Volume: 15
    • Issue Number: 5
    • Publisher: Bund gegen Alkohol im Strassenverkehr eV
    • ISSN: 0006-5250

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01294330
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 21 2010 4:32AM