PRAXISERPROBUNG DER VORHERSAGE VON STRASSENGLAETTE

Ziel des Forschungsvorhabens war die praktische Erprobung eines lokalen Glatteisfruehwarnsystems waehrend des Winters 1988/89 in einer Autobahnmeisterei. Dabei wurde die Entwicklung der Fahrbahntemperatur mit Hilfe eines Digitalrechners aus lokal ermittelten Messwerten bis zu drei Stunden in die Zukunft extrapoliert, woraus sich wesentlich genauere Rueckschluesse auf die zu erwartende Glatteisgefahr ziehen lassen als das bisher der Fall war. Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche EDV-Programme entwickelt, die zur Prognose der Fahrbahntemperatur dienen. Ausserdem wurden die am Versuchsquerschnitt vorhandenen Messfuehler und Messeinrichtungen verbessert und durch ein leihweise zur Verfuegung gestelltes Taupunktmessgeraet ergaenzt. Waehrend des laufenden Betriebes wurden moegliche Verbesserungen der Prognosealgorithmen mit dem vorhandenen Datenmaterial zunaechst erprobt und gegebenenfalls in das Rechenmodell uebernommen. Neben der Information ueber die Fahrbahntemperatur und ihre zukuenftige Entwicklung stehen durch die Messanlage auch zahlreiche andere Messwerte - etwa Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung, Dicke eines auf der Fahrbahn befindlichen Wasserfilmes - zur Verfuegung, was im Vergleich zu den bisher vorhandenen Messwerten einen wesentlichen Fortschritt darstellt. Fuer die graphische Darstellung der Vorhersageergebnisse wurde ein Personalcomputer mit mittlerer Graphikaufloesung verwendet. Eine Verbesserung der Ausgabequalitaet koennte durch die Verwendung eines hochaufloesenden Bildschirmes erfolgen.