FERNUEBERTRAGUNG VON VERKEHRSDATEN

Die im oesterreichischen Bundesstrassennetz an etwa 120 Zaehlquerschnitten automatisch erhobenen Verkehrsdaten wurden in der Vergangenheit ausschliesslich im monatlichen Rhythmus auf dem Postweg der Verarbeitung zugefuehrt. Daraus ergeben sich Beschraenkungen bezueglich der aktuellen Verfuegbarkeit der Daten und der Reaktionsmoeglichkeiten auf Geraeteausfaelle. Zur Loesung dieser Probleme erscheint der Anschluss der Verkehrserfassungsgeraete an ein Telephonnetz zur Fernuebertragung der Daten und zur Fernueberwachung der Geraete zielfuehrend. Zur Vorbereitung der Entscheidung ueber dieEinfuehrung der Fernuebertragung wurde eine praktische Erprobung mit einer begrenzten Anzahl von Zaehlstellen durchgefuehrt. Dabei wurde eine offene Netzkonzeption gewaehlt, die sowohl das oeffentliche Telephonnetz der Post als auch das ABSA-Netz der Bundesstrassenverwaltung einbezog. Gegen Ende des Probebetriebs waren acht Verkehrserfassungsgeraete unmittelbar ueberLeitung ansprechbar, ueber zwei Verkehrsrechner konnten Daten weiterer Zaehlquerschnitte mittelbar uebertragen werden. Die im Rahmen des Probebetriebs gemachten Erfahrungen waren ueberwiegend positiv. Im Hinblick auf die Einbeziehung unterschiedlicher Verkehrserfassungsgeraete in das Fernuebertragungsnetz werden damit verbundene Kompatibilitaetsprobleme und moeglicheSchnittstellen aufgezeigt; die Einbindung der ueber Leitung uebertragenenDaten in das bestehende Datenauswertsystem wurde realisiert. Abschliessend werden konkrete Vorschlaege zum Ausbau der automatischen Verkehrserfassung mit Fernuebertragungseinrichtungen unterbreitet sowie in einem Ausblickmoegliche Vorgangsweisen bei erweiterten Zugriffsmoeglichkeiten auf die Verkehrsdaten aufgezeigt.