TEMPORAERER KORROSIONSSCHUTZ VON SPANNSTAEHLEN GEGEN SPANNUNGSRISSKORROSION IN SPANNBETONBAUWERKEN

Beim Spannbetonbau mit nachtraeglichem Verbund bildet die hohe Alkalitaetdes Verpressmoertels einen hinreichenden Korrosionsschutz fuer den Spannstahl. Waehrend der einzelnen Verarbeitungsphasen der Spannglieder zwischen dem Anliefern und endgueltigen Verpressen der Huellrohre koennen Bedingungen vorliegen, die zur Korrosion des Spannstahles und unter besonders unguenstigen Bedingungen zum Bruch des Spannstahles durch Spannungsrisskorrosion fuehren. Die staerkste Gefaehrdung des Spannstahles liegt dann vor, wenn sich der Spannstahl im vorgespannnten jedoch unverpressten Zustand befindet. Diese Zeitraeume koennen unter Umstaenden mehrere Monate betragen. Um die Wirksamkeit und Unschaedlichkeit zeitlich begrenzter Korrosionsschutz-Massnahmen fuer Spannstaehle in unverpressten Huellrohren zu untersuchen, sind aktive und passive Korrosionsschutz-Verfahren praxisnah untersucht worden. Baustellenuntersuchungen und praxisnahe Versuche an Versuchsbalken beziehungsweise Laborproben ergaben, dass das Durchspuelen von Spannkanaelen mit vorgetrockneter Luft beziehungsweise Stickstoff auch ueber Zeitraeume von mehr als einem Jahr hinreichenden Korrosionsschutz von Spannstaehlen in unverpressten Huellrohren gewaehrleistet. Vergleichbare Korrosionsschutz-Effekte koennen auch bei der Verwendung filmbildender Mittel aufder Spannstahloberflaeche erzielt werden. Dies wird durch Auslagerungsversuche, elektrochemische Untersuchungen und Dauerstandsversuche mit starker Korrosionsbelastung der Huellrohre belegt. Eine schaedigende Wirkung der Mittel durch Erhoehung des Risikos eines wasserstoffinduzierten Bruches an Spannstaehlen bei Verwendung der handelsueblichen Mittel Rustban 310 und 393 wurde in langfristigen Dauerstandversuchen sowohl in unverpressten als auch in injizierten Huellrohren nicht ermittelt. (A*)