GEWINNER UND VERLIERER IM VERKEHRSSYSTEM

Anhand der Entwicklung des Modal Split in Westeuropa in der Zeit von 1965-1985 wird sowohl fuer den Personen- als auch fuer den Gueterverkehr nachgewiesen, dass sich bei freier Verkehrsmittelwahl die Verkehrsleistungen von der Schiene auf die Strasse verlagerten. Im selben Zeitraum wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Westeuropa um 81 % (Oesterreich 93 %), die Eisenbahn schwaecher als BIP, Pkw- und Lkw-Verkehr um das 1,6-fache staerker, der internationale Lkw-Verkehr in Westeuropa um das 4-fache, was aus einer Wettbewerbsverzerrung in Richtung Strassenverkehr resultiert. Es wurde 5mal mehr in den Bau neuer Strassen (vor allem Autobahn) als in den Ausbau des Schienenverkehrs investiert. Auch marktwirtschaftlich (betriebswirtschaftliche Rechnung) fuer den Verbraucher (Benutzer) zeigt sich diese Wettbewerbsverzerrung. Tarife fuer oeffentliche Verkehrsmittel stiegen weit ueber den Verbraucherindex (um das 2-fache) wie die Autokosten. Werden allerdings die sozialen Kosten (Umweltbelaestigung, Unfallkosten) in die Wegekosten miteinbezogen, schneidet der Strassenverkehr (besonders der Lkw) weitaus schlechter ab als der Schienenverkehr. Eine Chance, dieser Fehlentwicklung entgegenzusteuern, wird im Oekobonus-System als finanziellem Lenksystem gesehen. (Siehe IDS-Nummer 331377). (KfV/E)

  • Corporate Authors:

    Institut fuer Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien

    ,    
  • Authors:
    • THALER, R
  • Publication Date: 1991

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 139-73
  • Monograph Title: SEMINAR: VERAENDERUNG DER VERKEHRSPOLITISCHEN RAHMENBEDINGUNGEN IN EUROPA. KLOSTERNEUBURG, RATHAUS, 17. UND 18. SEPTEMBER 1990
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01254058
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 7:02AM