METHODISCHE WEITERENTWICKLUNG VON ANSAETZEN ZUR BEWERTUNG UND BEURTEILUNG VON UNFALLFOLGEN

Zielsetzung des Projektes war die Weiterentwicklung der Unfallfolgenbewertung entsprechend neuerer Ergebnisse vor allem aus der Umwelt- und Gesundheitsoekonomie, unter Beachtung objektiver wie subjektiver Bewertungsansaetze und mit Schwerpunktsetzung auf Personenschaeden. Vorgehensweise: Auswertung der vorliegenden Arbeiten unter inhaltlichen und methodischen Gesichtspunkten. Erarbeitung von Verbesserungsvorschlaegen unter theoretischen Aspekten sowie unter Beachtung von Moeglichkeiten und Problemen der Datenverfuegbarkeit. Zentrale Ergebnisse: Ansatzpunkte, die gaengige Unfallfolgenbewertung sowohl in theoretischer als auch in methodischer Hinsicht neu zu ueberdenken, wurden vor allem in folgenden Bereichen identifiziert: 1. Kosten der medizinischen Behandlung: Bei der Erfassung der Behandlungskosten von Unfallopfern waere ein Verfahren wuenschenswert, das auf vorhandenem Datenmaterial aufbaut und die angefallenen Behandlungskosten differenzierter als die Zweiteilung in Schwer- und Leichtverletzte vornimmt. Hier wuerden sich zunaechst vor allem ICD-basierte Fallpauschalen anbieten. 2. Kosten der Invaliditaet: Zur Ermittlung der langfristigen Kosten von unfallbedingten Invaliditaetsfaellen bietet sich die Ermittlung und die Bewertung solcher dauerhafter Unfallfolgen auf der Basis von Funktionsniveaueinschraenkungen an. Im Vergleich zum Grad der Minderung der Erwerbsfaehigkeit ermoeglicht diese Vorgehensweise eine realistische Einteilung der unterschiedlichen Grade langfristiger Beeintraechtigungen. 3. Kosten unfallinduzierter Todesfaelle: Als Alternative zur Berechnung der Kosten unfallbedingter Todesfaelle mit Hilfe des Ertragswert- beziehungsweise Kostenwertansatzes besteht die Moeglichkeit zur Ermittlung eines subjektiven Wertansatzes. Diese, zumindest im deutschsprachigen Raum noch wenig beruecksichtigten Verfahren, versuchen auf der Basis von Marktbeobachtungen beziehungsweise Befragungen den Wert eines Menschenlebens zu ermitteln. Verfahren aus der Umweltoekonomie haben gezeigt, dass inzwischen verfeinerte Instrumentarien entwickelt wurden, dass auch empirische Untersuchungen im Bereich der Verkehrsunfaelle durchgefuehrt werden sollten. (A) Bericht zum Forschungsprojekt 8730 der Bundesanstalt fuer Strassenwesen.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01253859
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:57AM