SCHIENEN IN DIE ZUKUNFT

Im Zuge des Ausbaus der Eisenbahnachse Muenchen-Verona ist eine Bahn-Umfahrung von Innsbruck noetig. Der Tunnel wird in zwei Baulosen von den Portalen her aufgefahren, der bergmaennische Vortrieb erfolgt nach der NATM, der Sprengvortrieb im Kalotten-Strossen-Rhythmus. Die Lueftungsschaechte und -stollen werden nach dem Raise-Boring-Verfahren hergestellt, bei dem zunaechst ein Grossbohrloch gemacht und nachtraeglich aufgeweitet wird, wodurch Sprengungen nicht erforderlich sind. Die vor allem im Nordabschnitt aufgetretenen Probleme werden ebenso dargestellt wie die fuer die Unterfahrung des Fensterstollens und des Triebwasserstollens des Sill-Kraftwerkes sowie der Brennerautobahn getroffenen Sondermassnahmen (Reduzierung der Abschlagslaenge, Vorspannen der Anker, Einsatz von Swellex-Ankern, Kalottenfussverbreiterung, verstaerkte Aussenschale). Ausfuehrlich erlaeutert wird das beim Vortrieb eingesetzte optische Messverfahren. Dabei werden mittels frei im Tunnelquerschnitt aufgestellter Praezisionslaser-Theodoliten die Raumbewegungen von signalisierten Einzelpunkten bis auf eine Entfernung von circa 80 Metern pro Beobachtungsrichtung erfasst. Im geschlossenen digitalen Datenfluss werden diese Ergebnisse direkt auf der Baustelle ausgewertet. Dadurch koennen gefuegebedingte Entspannungs- und Umlagerungsvorgaenge wesentlich konsistenter interpretiert und die erforderlichen Stuetzmassnahmen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht optimiert werden.

  • Authors:
    • KOVACS, F
  • Publication Date: 1990

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01253409
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:45AM