DIE TRANSITPOLITIK DER SCHWEIZ: CHANCEN FUER DEN KOMBINIERTEN VERKEHR

Im Zuge der Liberalisierung des EG-Strassentransportmarktes fordert die EG von der Schweiz ein Abgehen von der bisherigen restriktiven Verkehrspolitik. Eine Anpassung an die EG-Normen wuerde einerseits eine Senkung der Transportkosten und eine bessere Anbindung an den europaeischen Transport- und Logistikmarkt bringen, andererseits aber den Lkw-Transitverkehr um ein Mehrfaches steigern. Die Schweiz schlaegt daher statt einer Erhoehung der Gewichtsbeschraenkung fuer Lkw einen leistungsfaehigen Huckepackverkehr vor. Dafuer eignen sich zwei Konzepte: Die Rollende Autobahn sieht eine Verladung der EG-Lastwagen auf Niederflurzuege kurz vor der Schweizer Grenze vor; beim Wechselbehaelterverkehr erfolgt die Verladung moeglichst nahe an der Quelle des Transportes. Im Vergleich zeigt der Wechselbehaelterverkehr groessere Vorteile hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Nutzung der Bahnkapazitaet, Marktausrichtung und Umweltentlastung. Die Rollende Autobahn dagegen erfordert geringere Terminalinvestitionen und ist in ihrer Realisierung weniger von den Nachbarstaaten abhaengig. Fuer den Ausbau des Wechselbehaelterverkehrs spricht auch, dass schon 1987 der Grossteil des europaeischen Huckepackverkehrs damit abgewickelt wurde sowie der Entschluss Italiens, im nationalen Verkehr diese Technik weiterzuentwickeln und die Rollende Landstrasse aufzugeben. Ferner ist bei konsequenter Ausrichtung auf den Markt eine stufenweise Loesung des Problems Umfahrungstransit moeglich.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 83-91
  • Monograph Title: TRANSIT ZWISCHEN UEBERROLLEN UND UEBERLEBEN
  • Serial:

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01253404
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • ISBN: 3-85395-133-3
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:45AM