AUSWIRKUNGEN VON FAHRBAHNERHOEHUNGEN AUF DIE VERKEHRSSICHERHEIT

Da sich in Deutschland und Oesterreich zwei Drittel aller Personenschadenunfaelle in Ortsgebieten ereignen, haben Massnahmen zur Erhoehung der Verkehrssicherheit in Orten Prioritaet. Eine wichtige Aufgabe ist die Verringerung der Fahrgeschwindigkeit. Bauliche Massnahmen wie zum Beispiel Fahrbahnerhoehungen sind erforderlich, weil Geschwindigkeitsbeschraenkungen meist nicht eingehalten werden. Fuer den Einsatz von Fahrbahnerhoehungen sind drei Kriterien massgeblich: Unfall- oder Konflikthaeufigkeit, Geschwindigkeitsueberschreitung und Fussgaengerbewegung. Als Ausfuehrungsformen sind Rampen mit einer Anrampung von 1:7 beziehungsweise 1:10 bei Strassen mit oeffentlichem Verkehr am geeignetsten. Die Wirksamkeit der Anlage haengt weitestgehend von der Bauhoehe insgesamt ab, die 10 bis 12 Zentimetern nicht unterschreiten sollte. Untersuchungen in Wien ergaben, dass 85 Prozent der Fahrzeuge den Geschwindigkeitsbereich 30 bis 35 Kilometer pro Stunde unterschritten. Bei Gehsteigdurchziehungen, Schutzwegaufdoppelungen, Kreuzungserhoehungen und Fahrbahnerhoehungen bei Bushaltestellen lagen die Geschwindigkeitsspitzen gaenzlich unter 50 Kilometer pro Stunde. Auch bezueglich Laermentwicklung weisen Fahrbahnerhoehungen in Strassen mit geringem Lkw-Anteil gute Werte auf, bei Lkw's ist bei schlecht verankerter Verladung eine Laermbelaestigung nicht auszuschliessen.

  • Authors:
    • PFLEGER, E
  • Publication Date: 1989

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01253375
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:44AM