ANTEIL UND AUSWIRKUNGEN DES AUTOBAHNNETZES AUF DAS STRASSENVERKEHRSUNFALLGESCHEHEN IN OESTERREICH

Im Zeitraum von 1970 bis 1989 stieg der Anteil der auf Autobahnen zurueckgelegten Fahrleistung im Vergleich zu Bundes- und Schnellstrassen ueberproportional an, wobei der Anteil am Unfallgeschehen deutlich niedriger, an Toten aber relativ hoeher lag. 1989 wiesen Bundes- und Schnellstrassen (ausgenommen autobahnmaessig ausgebaute Abschnitte) bei gleicher Fahrleistung 4,7 mal mehr Personenschadenunfaelle, 3,9 mal mehr Verletzte und 2,3 mal mehr Getoetete auf als Autobahnen. Relativ schnell und sicher zu befahrende Strassen lassen zusaetzlichen (generierten) Verkehr entstehen, dessen Groessenordnung anhand der jaehrlichen mittleren Zuwachsraten von Autobahnen, Bundes- und Schnellstrassen unter Zugrundelegung zweier Annahmen (wahrscheinlicher Wert 25 Prozent, Maximalabschaetzung 50 Prozent) abgeschaetzt wurde. Unter Beruecksichtigung des generierten Verkehrs wurde auf der Basis jaehrlich ermittelter relativer Unfallkennwerte der Sicherheitsgewinn des Autobahnnetzes fuer die Jahre 1970 bis 1989 ermittelt. Die erzielte Einsparung von 37.000 bis 66.000 Personenschadensfaellen, 48.000 bis 90.000 Verletzten, 14.000 bis 3.000 Toten entspricht dem oesterreichischen Unfallgeschehen von etwa ein bis eineinhalb Jahren. Fuer die Volkswirtschaft bedeutet dies (auf Basis des Jahres 1986 gerechnet) eine Ersparnis von Unfallfolgekosten von 27,8 bis 54,5 Milliarden oesterreichische Schilling, wobei wie beim Unfallgeschehen die groesseren Werte als die wahrscheinlicheren anzusehen sind.

Language

  • German

Media Info

Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01253059
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:38AM