UMWELTVERTRAEGLICHKEIT VON UNGEBUNDENEN STRASSENSCHICHTEN AUS EISENHUETTENSCHLACKEN

Im Vorschriftenwesen und auch in der Praxis sind verstaerkt Einschraenkungen aus Umweltgruenden bei der Verwendung von Hochofen- und Stahlwerksschlacken, insbesondere in ungebundenen Tragschichten einer Strasse, festzustellen. Dies wird mit einer moeglichen Gefaehrdung des Grund- oder Oberflaechenwassers begruendet. Ziel der Untersuchung war der Nachweis der Moeglichkeit des umweltfreundlichen Einsatzes von Eisenhuettenschlacken in den ungebundenen Schichten einer Strasse. Durch Sickerversuche im Laborlysimeter im halbtechnischen Massstab wird fuer eine mit einer bituminoesen Deckschicht versehenen Strasse festgestellt, dass der Niederschlag nur ueber den Randstreifen versickern und dabei allenfalls den aeussersten Randbereich der ungebundenen Tragschicht erreichen und auslaugen kann, bevor er im durchlaessigen Untergrund versickert. Bei Verwendung von Hochofenstueckschlacke gelangen dadurch Sulfate aus der Schlacke voruebergehend in geringen Konzentrationen in das Sickerwasser. Eine Beeintraechtigung des Grundwassers ist beim Bau einer ungebundenen Tragschicht aus Hochofenstueckschlacke durch Auslaugungsvorgange nicht gegeben. Das Ergebnis sollte in den einschlaegigen Vorschriften, zum Beispiel in den "Richtlinien fuer bautechnische Massnahmen an Strassen in Wassergewinnungsgebieten" Beruecksichtigung finden, um den Forderungen des Umweltschutzes Rechnung zu tragen und die wirtschaftlichen und technologischen Vorteile des Einsatzes von Hochofenstueckschlacke zu erhalten. Damit ist ein Beitrag zur langfristigen Sicherung des Absatzes von Eisenhuettenschlacken, der Aufbereiter und Vertreiber dieser Materialien geleistet.