EINFLUSS DER NACHBEHANDLUNG UND DER LAGERUNG AUF DIE BETONQUALITAET UNTER BESONDERER BERUECKSICHTUNG DES FROST-TAUSALZ-WIDERSTANDS

Die Qualitaet des Betons ist weitgehend von der Dauer der Nachbehandlung und den sich daran anschliessenden Lagerungsbedingungen abhaengig. Dies wird besonders deutlich bei der Beurteilung der Dauerhaftigkeit von oberflaechennahen Bereichen, so zum Beispiel bei der Pruefung des Frost-Tausalz-Widerstandes (FTW). Es sollte untersucht werden, welchen Einfluss die Nachbehandlungs- und Lagerungsbedingungen auf die Guete von Beton bei der "Laborlagerung" und der "Freilandlagerung" haben. Des weiteren wurden Beziehungen zwischen beiden Lagerungsarten aufgezeigt, so dass Ergebnisse von Laboruntersuchungen wie die der derzeit ueblichen FTW-Pruefungen, besser auf baupraktische Verhaeltnisse uebertragbar sind. Der Einfluss der Nachbehandlung wurde in erster Linie an freilandgelagerten sowie in geringerem Umfang auch an laborgelagerten Betonen untersucht. Nach sechsmonatiger Freilandlagerung weisen Pruefkoerper mit w/z = 0,45 erwartungsgemaess einen hoeheren FTW auf als vergleichbare mit w/z = 0,60. Zusaetzlich eingefuehrte Luftporen verbessern in erster Linie den FTW der PZ-Betone. Laengere Nachbehandlungszeiten bewirken nicht in jedem Fall einen hoeheren FTW. Innerhalb einer Pruefserie weisen Betone mit w/z = 0,45, die 3 beziehungsweise 7 Tage feucht nachbehandelt werden, den jeweils groessten FTW auf. Die Ergebnisse von Laborpruefungen zur Bestimmung des FTW eines Betons lassen Voraussagen ueber das grundsaetzliche baupraktische Verhalten des Betons zu. Fuer weitergehende Aussagen sollten allerdings die jeweiligen Nachbehandlungs- und Lagerungsbedingungen sowie das Betonalter beruecksichtigt werden. Die zuvor beschriebenen Erkenntnisse koennen zum Beispiel bei Eignungspruefung im Labor dann beruecksichtigt werden, wenn Betone mit hohem FTW herzustellen sind. Bei Brueckenbauteilen, die Frost-Tausalz-Beanspruchung ausgesetzt sind, lassen sich dadurch Instandhaltungskosten verringern und nicht zuletzt Nutzungsraeume vergroessern.