BEWERTUNG VON STEINMEHLEN NACH DER METHYLENBLAU-METHODE

Bestimmte feinkoernige Bestandteile der Zuschlaege beziehungsweise der Mineralstoffe koennen in zement- oder bituminoes gebundenen Gemischen fuer den Strassenbau schaedlich sein. Diese zwar mengenmaessig feststellbaren Verunreinigungen zu beurteilen, ist oft problematisch. Die Bestimmung des Hydrophiliekoeffizienten Kh, die auf dem Prinzip der Benetzbarkeit von Gesteinsmehlen durch Wasser beruht, ergab unbefriedigende Ergebnisse. Daher wurde die Bewertung von Steinmehlen mit dem Methylenblau-Verfahren erprobt. Dies beruht auf der Eigenschaft feinkoerniger adsorptionsfaehiger Stoffe, Farbstoffe zu binden und dadurch eine eingestellte Farbstoffloesung zu entfaerben (Franzoesische Norm P 18-592 aus 1986). An Kalksteinmehlen, Rueckgewinnungsfuellern und gezielt mit Feinanteilen aus der Vorabsiebung verunreinigten Brechsanden wurden K Index h und die Methylenblau-Zahl (MB-Zahl) bestimmt. Zum Vergleich wurde die Druckfestigkeit von Sandasphaltkoerpern mit den verschiedenen Gesteinsmehlen nach Wasserlagerung gemessen. Aus den Ergebnissen wird unter anderem geschlussfolgert: Die Bestimmung der MB-Zahl ermoeglicht im Gegensatz zu Kh objektive und praxisnahe Ergebnisse. Die Art der Verunreinigungen in Gesteinsmehlen und Brechsanden sind anhand derMB-Zahl gut zu bewerten. Das Verfahren ist in der Anwendung sehr einfach und als Schnellpruefung gut geeignet.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 117-9
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01252027
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:16AM