TECHNIKFOLGENABSCHAETZUNG OHNE TECHNIKFOLGENBERUECKSICHTIGUNG?

Ausgehend von Beispielen fuer eine ungehemmte Ausnutzung der Moeglichkeiten eines modernen Verkehrs wird versucht, Fragen nach den Folgen des Verkehrs und deren Abschaetzung oder gar Beruecksichtigung nachzugehen. Aber bereits die Definition des Begriffs der Technikfolgenabschaetzung selbst bereitet Probleme. Es zeigt sich, dass eine ueber einzelne Technikbereiche hinausgehende Beruecksichtigung der Folgen nur aufgrund einer doch wieder begrenzten Betrachtungsweise (und wenn es die "irrationale" Grenze eines Landes ist) moeglich ist, denn eine Betrachtung des "Ganzen" waere grenzenlos. Beispielhaft wird dazu untersucht, ob eine "Umweltvertraeglichkeitspruefung" tatsaechlich die in sie gesetzten Erwartungen - quasi als Guetesiegel- erfuellen kann und ob unsere Bewertungsverfahren stets taugliche Entscheidungsargumente liefern. Die Beantwortung gelingt nur teilweise, da deutlich wird, dass unsere Verfahren der Technikfolgenabschaetzung mehr oder weniger starke Abstraktionen sind und nur Teile unserer Sachrealitaet sowie Fragmente unserer Bewegungsrealitaet erfassen. Die Folge dieses Befundes fuehrt schliesslich zu sieben konkreten, thesenartig formulierten Einsichten. Diese teils bewusst provokant formulierten Betrachtungen gehen von einerradikalen Revision unseres Verhaltensmusters ("Wir wollen alles, und zwarsofort") und gipfeln in der These, dass Technikfolgenberuecksichtigung nur auf dem Umweg ueber den Geldbeutel erfolgen koenne, also auf (oekonomisch-) schmerzliche Art.

Language

  • German

Media Info

  • Pagination: 331-5
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Subject/Index Terms

Filing Info

  • Accession Number: 01251898
  • Record Type: Publication
  • Source Agency: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)
  • Files: ITRD
  • Created Date: Nov 20 2010 6:14AM