AUSWIRKUNGEN DES UNTERSCHIEDLICHEN VERBUNDVERHALTENS VON SPANNGLIEDERN UND BETONSTAEHLEN

Die Frage des Zusammenwirkens von kombinierten Bewehrungen aus Betonstahl und Spanngliedern stellt sich unter anderem im Zusammenhang mit den Nachweisen zur Rissbreitenbeschraenkung und zur Ermuedungsfestigkeit. Die bisher entwickelten Rechenansaetze verwenden dabei die Verbundkennwerte zeta aus DIN 4227, T1.1, die auf der Grundlage von Kurzzeituntersuchungen mit gewissen Sicherheitsabzuegen festgelegt worden sind. Nun zeigen neuere Untersuchungen, dass das Verbundverhalten von Spanngliedern in Huellrohren im Vergleich zu direkt eingebetteten Betonstaehlen unter anderem auch durch zeitabhaengige Vorgaenge gepraegt wird. Ziel des Forschungsvorhabens ist eine Abklaerung des unterschiedlichen Verbundverhaltens, damit eine angemessene Beruecksichtigung in Konstruktionsregeln und Bemessungsmodellen der zu ueberarbeitenden DIN 4227 und den CEB/FIP-Mustervorschriften erfolgen kann. Der erste Untersuchungsabschnitt dient der Ueberpruefung und eventuell der Korrektur der Verbundkennwerte auf der Grundlage vorliegender Versuchsergebnisse zum Verbundverhalten von Spanngliedern und Betonstaehlen unter besonderer Beruecksichtigung der zeitabhaengigen Vorgaenge. Dazu werden Vergleichsrechnungen mit erweiterten Rechenmodellen durchgefuehrt. Im zweiten Abschnitt erfolgt eine experimentelle Ueberpruefung der vorliegenden theoretischen Rechenmodelle durch Versuche an zwei Zugpruefkoerpern mit kombinierter Bewehrung, wobei zur Erfassung der Grenzflaeche eines guten und eines unguenstigen Verbundes Einzelspannglieder aus gerippten und glatten Spannstaehlen verwendet werden. Die Versuche werden in bewaehrter Weise mit vorgegebenen Sollrissstellen und Bestimmungen der Stahlspannungen mittels DMS so durchgefuehrt, dass die Auswirkungen des unterschiedlichen Verbundverhaltens sowohl im Zustand der Erstrissbildung als auch bei abgeschlossenem Rissbild verfolgt werden kann. (A*)