SEHVERMOEGEN BEI PKW-FAHRERN

Im Winter 1987/88 wurden im Koelner Stadtgebiet anlaesslich polizeilicher Verkehrskontrollen von 1.086 angehaltenen Pkw-Fahrern 661 fuer einen anonymen Sehtest gewonnen. Der Sehtest umfasste die Tagessehschaerfe und die Daemmerungssehschaerfe mit und ohne Blendeinwirkung. Im Fragebogen wurde nach Sehhilfen, der subjektiven Sehleistung, der letzten Sehkontrolle, der Jahreskilometerleistung und ihrem Anteil an Dunkelfahrten gefragt. Waehrend die Mindestnormen, die fuer Fuehrerscheininhaber an die zentrale Tagessehschaerfe gestellt werden, von nahezu allen untersuchten Pkw-Fahrern erreicht wurden, fielen die Resultate fuer die Daemmerungssehschaerfe schlechter aus. Legt man die im BGA-Gutachten vorgeschlagenen Mindestwerte zu Grunde, wurden sie ohne Blendeinwirkung von 90 Prozent und mit Blendeinwirkung von 65 Prozent erreicht. Aeltere Pkw-Fahrer und Brillentraeger schnitten besonders schlecht ab. Die Befragung ergab, dass ein grosser Teil (80 Prozent) sich in kuerzeren Zeitabstaenden die Augen untersuchen laesst, unabhaengig vom Alter und ob Brillentraeger oder nicht. Diejenigen, die ueber eine schlechte Daemmerungssehschaerfe verfuegen, gaben an, signifikant seltener bei Dunkelheit zu fahren als diejenigen, die bei Nacht gut sehen koennen. (A)