BERECHNUNGEN DER LAERMSCHUTZKOSTEN FUER NEUBAUMASSNAHMEN DES BUNDESFERNSTRASSENNETZES AUFGRUND DES BVERWG-URTEILS UEBER NEUE GRENZWERTE

In einer Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes (BVerwG) aus dem Jahre 1987 sind Immissionsgrenzwerte (IGW) fuer den Laermschutz im Zusammenhang mit dem Neu- und Ausbau von Strassen genannt worden, die wesentlich unter denen der "Richtlinien fuer den Verkehrslaermschutz an Bundesfernstrassen in der Baulast des Bundes" (VLaermSchR) liegen, nach denen der Laermschutz heute durchgefuehrt wird. Es ist zu erwarten, dass sich die Kosten fuer Laermschutzmassnahmen im Zusammenhang mit dem Neu- und Ausbau von Bundesfernstrassen nach einer derartigen Absenkung der IGW nachhaltig erhoehen, so dass auch hoehere Ansaetze fuer den Laermschutz einzukalkulieren sind. Die Aufgabenstellung der Forschungsarbeit bestand darin, abzuschaetzen, welchen Einfluss die Entscheidung des BVerwG auf die Laermschutzkosten hat. Dazu wurde anhand einer Stichprobe von 54 Massnahmen aus dem "Ausbauplan fuer die Bundesfernstrassen in den Jahren 1986 bis 1990" die Laermschutzkosten nach der heutigen Regelung und nach den vom BVerwG genannten IGW ermittelt. Die Hochrechnung von der Stichprobe auf die Gesamtheit der Massnahmen im Ausbauplan erfolgte unter Beruecksichtigung des Kostenanteils von 4 Massnahmengruppen (Ausbau- und Neubaumassnahmen, jeweils in dicht besiedelten und weniger dicht besiedelten Gebieten). Beruecksichtigt man eine Vorbelastungsregelung, wie die Entscheidung des BVerwG es zulaesst, so ist mit einer Kostensteigerung fuer die Laermvorsorge gegenueber den heutigen Ansaetzen um den Faktor 2,8 zu rechnen; ohne Beruecksichtigung einer Vorbelastungsregelung betraegt der Kostensteigerungsfaktor 3,4.