ENTWICKLUNG VON SICHERHEITSKOMPONENTEN FUER DEN INNEROERTLICHEN STRASSENVERKEHR (MOBILE VERKEHRSBERUHIGUNG), PHASE 1: ERSTELLUNG DES LASTENHEFTES

Massnahmen der Verkehrsberuhigung sind in der Regel fest eingebaut und koennen nachtraeglich nur mit grossem Aufwand veraendert werden. Es ist daher sinnvoll, zur modellhaften Darstellung geplanter Umbauten, zur nachtraeglichen Modifikation der Einbauten und fuer sehr kurzfristigen Einsatz ad hoc-Massnahmen im Strassenraum mit mobilen Elementen zu realisieren. Mitteldazu sind bisher das ADAC-Wohnmobil und provisorische Umbauten einzelner Staedte, die jedoch beide gestalterischen Anspruechen nicht genuegen koennen. Ziel des Vorhabens ist es daher, Elemente der Verkehrsberuhigung zu entwickeln, die mobil, gestalterisch ansprechend, kostenguenstig und kurzfristig einzusetzen sind. Deren Einsatzbereiche umfassen vor allem die Moeglichkeiten, modellhaft fuer einen kurzen Zeitraum beziehungsweise als Test fuer einen laengeren Zeitraum bis zu 2 Jahren geplante Massnahmen im Strassenraum zu simulieren. Weiterhin ermoeglichen sie den nachtraeglichen Einbau zur Veraenderung von Strassenquerschnitten etwa in Tempo 30-Gebieten oder in Ortsdurchfahrten. Fuer den vollstaendigen Umbau von Strassen sind sienur noch bedingt einsetzbar, waehrend sie in Sonderfaellen etwa zur Entschaerfung von Unfallschwerpunkten sehr kurzfristig realisiert werden koennen. Diese Elemente wurden aus einer Analyse der allemeinen Anforderungen und der gebietsspezifischen Anforderungen abgeleitet. Eine detaillierte Marktanalyse gibt einen Ueberblick ueber die zur Zeit angebotenen Elemente undzeigt die Schwaechen ihrer Anwendung auf. In der Regel werden Einzelelemente zusammengestellt, die sich in Form, Farbe und Material unterscheiden und ohne Bezug zur Umgebung sind. Ergebnis des Vorhabens sind Entwuerfe fuer ein Elementteilset, das aus drei unterschiedlichen Elementgruppen besteht: a) Elementteile zur Fahrbahnanhebung, b) Elementteile zur Fahrbahneinengung, c) Elementteile zum Bau vertikaler Einbauten. Die Elementteile sind so gestaltet, dass sie aufgrund ihrer Komplexitaet eine vielfaeltig variierbare Gestaltung erlauben. Damit ist es moeglich, ort- und situationsgerechte Elemente zu Massnahmen zu kombinieren. Die Grundelemente werden auf die Fahrbahn aufgelegt und durch Duebel beziehungsweise Leisten befestigt. Sie sind ohne Beschaedigunen demontierbar und wiederverwendbar. Die entwickelten Komponenten werden vor Ort in einer Phase II erprobt. In drei Modellgebieten der Stadt Dortmund wird der Einsatz der Elemente vorbereitet und in unterschiedlichen Variationen durchgefuehrt.