ELASTISCH MODIFIZIERTER SPRITZBETON

Die Zugabe von Kunststoffdispersionen zu zementgebundenen Baustoffen bewirkt in der Regel eine Beeinflussung des E-Moduls, das heisst, dem Baustoff kann eine gewisse definierte Biegesteifigkeit (elastisches Verhalten) vorgegeben werden. Beim Massenspritzbeton, der vorzugsweise unter Tage seine Anwendung findet, ist eine polymere Modifikation aus material- und verfahrenstechnischen Gruenden kaum noch erfolgt. Die Aufgabenstellungen waren hier in folgenden Bereichen angesetzt: - Erarbeitung der Werkstoffeigenschaften der polymer-modifizierten Spritzbetone, mit unterschiedlichem elastischen Verhalten, durch die Verwendung von Kunststoffdispersionen mit abgestuftem elastoplastischen Verhalten. - Verarbeitungstechnologie auf die Gegebenheiten der Anwendung unter Tage. Im ersten Schritt wurde das Problem der Elektrolytbestaendigkeit der Dispersionen, das heisst, die Vertraeglichkeit mit dem Erstarrungsbeschleuniger, geloest. Anschliessend sind im Versuchsspritzstand die Baustoffkennwerte, vornehmlich die Groessenordnung des E-Moduls, untersucht worden. Nach Vorliegen aller Parameter, wie Herstellungstechnik, mechanische Eigenschaften des entwickelten elastisch (polymer) modifizierten Spritzbetons, wurden die Erkenntnisse in die Baupraxis umgesetzt, am Baulos der Wiener U-Bahn U 3/14 Schweglerstrasse.